Kulinarisches Bern: Facebook-Post aktiviert Falafel-Fans

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Kulinarisches BernFacebook-Post aktiviert Falafel-Fans

Weil bei Pittaria-Betreiber Sami Daher in der Turnhalle die Kunden ausbleiben, startet er auf Facebook einen Aufruf – mit Erfolg.

von
Nadine Ellis

Wo auf dem Progr-Hof während des ganzen Sommers die orientalische Pittaria stand, herrscht nun gähnende Leere. Dabei hat Betreiber Sami Daher mit den fallenden Temperaturen seine Zelte in diesem Jahr nicht abgebrochen: Zum ersten Mal ist die Pittaria auch im Winter geöffnet – allerdings im Inneren der Turnhalle. Der palästinensische Pittaria-Betreiber hat einen Ganzjahresvertrag abgeschlossen und serviert seine Köstlichkeiten nun im unteren Stock der Turnhalle.

Doch vielen Falafel-Liebhabern war dies wohl nicht bekannt: Mitte Oktober blieben die Besucher aus und Daher musste seine Mitarbeiter wieder nach Hause schicken. «Unser Umsatz brach massiv», berichtet Daher. Im Sommer würden die Leute vom Stand im Innenhof angezogen werden: «Dieser Effekt fehlt uns nun», so Daher. Und so wanderten Hummus, Hallumi, Falafel und Co. nicht in die Münder von Gästen sondern in den Abfall.

Facebook-Post sorgt für Umsatz

Doch nun bekommt der Pittaria-Betreiber Hilfe von seinem Freund Mike Bucher, der ihm bereits half, in Bern Fuss zu fassen. Bucher startete in der vergangenen Woche einen Aufruf mit dem Winter-Angebot auf Facebook. Buchers Bitte: «Teilt euren Freunden mit, dass in Bern nun auch der Winter orientalisch schmeckt!» Es ist nicht das erste Mal, dass Bucher den Falafel-King beim Marketing unterstützt: «Sami ist ein guter Typ und macht gutes Essen. Es bereitet mir einfach Freude, ihm helfen zu können», sagt Bucher. Bezahlt werde er in Falafel, fügt er lachend hinzu.

Der Post wurde inzwischen über 600 mal geteilt und rund 75'000 Mal gelesen. Dass die Facebook-Aktion so erfolgreich sein werde, habe er sich nicht träumen lassen, so Bucher. «Der Erfolg der Aktion auf Facebook ist eindeutig», freut sich Pittaria-Betreiber Daher: «In den vergangenen Tagen lief es wieder richtig gut.» Natürlich könne man die Zahlen aber nicht mit denen des Sommers vergleichen: Während er im Sommer zwischen 250 und 350 Essen pro Tag verkauft, sind es momentan zwischen 100 und 150.

Neuer Pavillon im Progr-Hof

Dahers Pittaria gastierte erstmals im Sommer 2011 in Bern. 2004 gewann er mit seiner Solothurner Pittaria den Swiss Gastro Award in der Kategorie Best Imbiss Schweiz. «Mittlerweile mache ich seit 18 Jahren authentische und frische Küche und behalte meine Linie immer bei», erklärt der Palästinsenser seinen Erfolg.

Zum Schluss verrät Daher noch eine Neuigkeit: «Im Progr-Hof wird im Februar nächsten Jahres ein Pavillon mit Küche und Bar für uns gebaut. Sofern es das Wetter erlaubt, werde ich den Pavillon im März in Betrieb nehmen und meine Spezialitäten wieder draussen verkaufen.»

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