07.09.2020 14:40

Neue FunktionFacebook schränkt das Verschicken von Nachrichten ein

Der Social-Media-Riese Facebook will Fake News weiter eindämmen. So können Nutzer des Facebook-Messengers einzelne Nachrichten nur noch an eine begrenzte Anzahl Personen weiterleiten. Ein Experte begrüsst die Änderung.

von
Tobias Bolzern
1 / 9
Über den Facebook-Messenger sollen Nachrichten künftig nur noch an fünf Personen weitergeleitet werden können. Damit will Facebook weiter gegen Fake News vorgehen. Bereits Anfang September hatte …

Über den Facebook-Messenger sollen Nachrichten künftig nur noch an fünf Personen weitergeleitet werden können. Damit will Facebook weiter gegen Fake News vorgehen. Bereits Anfang September hatte …

Foto: REUTERS
… der Facebook-CEO Mark Zuckerberg weitere Massnahmen angekündigt, um gegen Missinformationen auf der Plattform vorzugehen.

… der Facebook-CEO Mark Zuckerberg weitere Massnahmen angekündigt, um gegen Missinformationen auf der Plattform vorzugehen.

KEYSTONE
Zu diesem Zweck hat er angekündigt, politische Werbung in der Woche vor den US-Wahlen sperren zu lassen. 

Zu diesem Zweck hat er angekündigt, politische Werbung in der Woche vor den US-Wahlen sperren zu lassen.

KEYSTONE

Darum gehts

  • IT-Gigant Facebook lanciert eine neue Funktion in seinem Messenger.
  • Nachrichten können nur noch an fünf Personen weitergeleitet werden.
  • Bei Whatsapp ist diese Funktion schon länger umgesetzt.
  • Mit der Einführung will man die Verbreitung von Fake News eindämmen.

Grosse Tech-Konzerne beeinflussen mit ihren sozialen Netzwerken unser Leben: Sie bestimmen, was für Beiträge wir von Freunden, Unternehmen und Marken sehen. Die Plattformen können zudem auch die eigene Bubble fördern, Meinungen beeinflussen, und sie tragen ebenfalls zu einem grossen Teil zur Verbreitung von Fake News bei.

Gegen Letzteres will das Tech-Unternehmen jetzt weiter vorgehen. Nutzer des Facebook-Messengers können in Zukunft Nachrichten nur noch an maximal 5 Personen oder Gruppen weiterleiten. Bisher hätten Inhalte an bis zu 150 Personen gleichzeitig weitergeleitet werden können, schreibt die «New York Times». Die Verbreitung von Fehlinformationen oder schädlichen Inhalten soll damit eingedämmt werden. Das soziale Netzwerk steht kurz vor den US-Wahlen und aufgrund der Coronavirus-Pandemie unter Druck, gegen Fake News vorzugehen.

Abgeschaut bei Whatsapp

Bei Whatsapp – einem Tochterunternehmen von Facebook – wurde eine ähnliche Einschränkung schon 2018 umgesetzt. Damals wurde das Weiterleiten von 250 auf 20 eingeschränkt. Mittlerweile können bei Whatsapp Nachrichten nur noch an 5 Personen weitergeleitet werden. «Facebook testet solche Massnahmen meist erst auf anderen Plattformen, bevor sie dann auf die Hauptanwendungen wandern. Spätestens jetzt, vor den US-Präsidentschaftswahlen, ist diese Einschränkung auf Messenger längst überfällig», erklärt der Social-Media-Experte Karim Bannour gegenüber Pressetext.com.

Keine politische Werbung

Bereits letzte Woche hat Facebook weitere Massnahmen angekündigt. CEO Mark Zuckerberg erklärte, dass in der Woche vor der Wahl am 3. November keine neue politische Werbung mehr auf Facebook zugelassen werde. Denn zu diesem Zeitpunkt bleibe nicht mehr genügend Zeit, um Falschinformationen noch vor dem Abstimmungstag richtigzustellen oder zu löschen.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass in der Woche vor der Präsidentschaftswahl gar keine politische Werbung auf Facebook mehr geschaltet wird. Kampagnen, die bereits vor dem Ablaufen von Zuckerbergs Frist lanciert wurden, dürfen weiterhin verbreitet werden.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
19 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

sofia

08.09.2020, 15:29

Warum übrrhaupt Facebook nutzen. Mail tel Skype was brauchts noch mehr ?

SoSo und nicht anders

08.09.2020, 07:39

Dan halt 30 x an 5 weiterleiten. Gibt dann auch 150. somit ist man nur Länger auf der Plattform, was dem Betreiber ja recht ist. By the way. Wer braucht schon FB und den sein Massanger? Das älter als alt.

Kleine

07.09.2020, 17:02

Schon zu spät