Google wird zur Spielwiese: Facebook und Google+ kämpfen um die Gamer
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Google wird zur SpielwieseFacebook und Google+ kämpfen um die Gamer

Mit Online-Spielen versucht der Suchmaschinen-Gigant Zuckerbergs Netzwerk die Führungsrolle abzujagen. Geplant sind zunächst 16 Spiele wie das beliebte «Angry Birds» oder «Zynga Poker».

von
owi/sda
Google greift Facebook mit Online-Games an.

Google greift Facebook mit Online-Games an.

Spiele gehören auf Facebook zu den populärsten - für manche auch nervigsten - Aktivitäten. Daher erstaunt es nicht, dass Google bereits jetzt nachzieht und sein soziales Netzwerk um Spiele erweitert.

Zunächst stehen 16 Titel von zehn Anbietern zur Auswahl. Darunter das allseits bekannte «Angry Birds» sowie ein Poker-Spiel von Zynga. Google versichert den Nutzern, dass sie nicht mit News-Meldungen zu Spielen überflutet werden - etwas, das viele Facebook-Nutzer stört. «Die Spiele sind da, wenn du sie willst und verschwinden, wenn du sie nicht willst», schreibt Google-Manager Vic Gundotra.

Wie üblich schaltet Google die neue Funktion Games nur nach und nach frei. Spätestens in einigen Tagen dürfte der neue Button Spiele bei allen Google+-Nutzern oberhalb des Nachrichtenstroms erscheinen.

Der Suchmaschinen-Gigant startete sein soziales Netz erst im Juni, konnte aber innerhalb von zwei Wochen zehn Millionen Mitglieder gewinnen. Der Analysefirma comScore zufolge stieg die Zahl bis Ende Juli auf 25 Millionen. Facebook ist mit seinen 750 Millionen Mitgliedern aber immer noch unangefochten. Die Zahl der Mitglieder dürfte Experten zufolge für die Spieleentwickler bei der Wahl ihrer Plattform entscheidend sein.

Facebook kontert

Facebook-Nutzer können schon länger nicht nur Nachrichten, Fotos oder Videos austauschen, sondern auch online spielen. Diese Angebote werden von 200 Millionen Mitgliedern im Monat genutzt. Zu den beliebtesten Angeboten gehört «Farmville», bei dem Nutzer virtuell einen Bauernhof gestalten können. Dabei können Gegenstände auch mit echtem Geld beim Spieleentwickler Zynga gekauft werden. Facebook erhält 30 Prozent der Einnahmen.

Das grösste soziale Netzwerk führte am Donnerstag einige Änderungen für seine Spiele ein: So können Online-Gamer nun in einem grösseren Fenster spielen. Ausserdem gibt es mehr Nachrichten von befreundeten Nutzern, die auf Facebook spielen.

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