Aktualisiert 15.12.2015 09:39

EU-Politiker

Facebook und Instagram für Junge verbieten

Die EU schlägt eine Anpassung des Datenschutzgesetzes vor: Das Mindestalter für Online-Netzwerke soll von 13 auf 16 angepasst werden.

von
nab
Ob am Handy oder auf dem Laptop: Facebook-Accounts soll es erst ab 16 Jahren geben.

Ob am Handy oder auf dem Laptop: Facebook-Accounts soll es erst ab 16 Jahren geben.

Für Snapchat, Facebook, Instagram und Co. müssen Jugendliche bald mindestens 16 Jahre alt sein. Zumindest wenn ein Vorschlag von EU-Politikern angenommen wird, schreibt «The Times».

So soll das Mindestalter auf sozialen Netzwerken von 13 auf 16 Jahre hochgeschraubt werden. Sind die Teenager zu jung, gibt es für sie keinen Zugang zu einem Profil – so zumindest die Idee. Eine Ausnahme soll bei Jugendlichen gemacht werden, die eine Unterschrift der Eltern vorweisen können. Doch nicht nur Betreiber der verschiedenen Plattformen scheinen den Vorschlag nicht ganz so toll zu finden.

Auch Experten für Kinderschutz schlagen Alarm: Die Gefahr sei gross, dass das Verbotene umso mehr locke, heisst es. Zudem würden sich Jugendliche im Internet auch Hilfe holen, sagt Larry Magid, CEO der Firma Connect Safely. Soziale Medien seien in vielen Fällen der einzige Weg, Jugendliche mit Problemen oder Depressionen abzuholen. Denn dort würden sie sich austauschen oder zumindest mitteilen, sagt Magid weiter. «Und nicht zu vergessen: Das soziale Netzwerk ist oft die einzige Quelle, sich Wissen anzueignen – ausserhalb des Klassenzimmers.»

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