Zentralschweiz: Facebook-User helfen sich gegenseitig
Aktualisiert

ZentralschweizFacebook-User helfen sich gegenseitig

Neben den Facebook-Seiten Verschenkkreis und Verkaufkreis hat sich eine neue Gruppe eingereiht. Auf Helping Hands Zentralschweiz werden kostenlose Dienstleistungen angeboten.

von
Sarah Weissmann
Auf der Facebook-Seite Helping Hands helfen sich die Zentralschweizer untereinander mit kostenlosen Dienstleistungen.

Auf der Facebook-Seite Helping Hands helfen sich die Zentralschweizer untereinander mit kostenlosen Dienstleistungen.

Die Zentralschweizer entdecken Facebook neu: Sie werfen Gegenstände nicht mehr weg, sondern wollen ihnen auf Facebook ein zweites Leben ermöglichen. So etwa im Verkaufkreis Luzern: Dort werden Dinge vom Kühlschrank über Schulrucksäcke bis hin zum Schlafsack online feilgeboten. Ein Mitglied verkauft Dinge sogar für den guten Zweck: So beispielsweise eine Djembe – «der Gesamterlös geht an die Schulbildung eines Kindes in Kalkutta», schreibt das Mitglied. Doch es wird nicht nur verkauft, sondern auch verschenkt: Auf der Verschenkkreis-Seite findet man alles, was man sich nur vorstellen kann und was gerade zu Hause so herumliegt und nicht mehr gebraucht wird (20 Minuten berichtete).

Hilfe für Leute mit kleinem Budget

Nun reiht sich eine weitere Gruppe ein: Helping Hands Zentralschweiz. Die Gruppe wurde erst vor Kurzem von Achim Schuster (51) aus Immensee gegründet. Seine Idee: «Ich habe mir schon öfters Gedanken gemacht, wie man Leuten helfen kann, die beispielsweise ein kleines Budget haben oder krankheitsbedingt froh über Hilfe wären», so der Administrator.

Ein Blick auf die Seite zeigt, dass auch diese Idee den Zentralschweizern zu gefallen scheint. Übersetzungshilfe, Kinder- und Tierbetreuung oder Pflanzen giessen bei Ferienabwesenheit werden etwa offeriert. Auch handwerklich Begabte bieten ihre Hilfe an: So stellt sich jemand als Elektriker zur Verfügung und wieder jemand anderes repariert Velos oder alte Autos.

Ausserdem darf auf der Seite auch nach Hilfe gesucht werden. Beispiel vom Donnerstag: Ein junges Paar sucht nach Zügelhelfern, da sie ihren Umzug kurzfristig verschieben mussten. Als Gegenleistung sorgen die beiden für Verpflegung und laden nach Einzug für ein Helferessen ein.

Alles freiwillig und kostenlos

Für Schuster ist ausserdem wichtig, dass alles freiwillig und kostenlos angeboten wird. Sein persönlicher Wunsch für die Gruppe: «Es wäre toll, wenn es Leute gibt, die ein Fahrzeug zur Verfügung stellen würden und wir mit mehreren Helping Hands einen Ausflug für ältere Leute oder Behinderte organisieren könnten.» Er ist überzeugt: Wenn sich die richtigen Leute treffen, würde das organisatorisch sicher klappen.

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