13.10.2020 14:58

Neue RegelungFacebook verbietet jetzt Posts, die den Holocaust leugnen

Neu sollen auf der Social-Media-Plattform von Mark Zuckerberg keine Posts mehr geduldet werden, die den Völkermord an Juden leugnen. Dies könne aber nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, so der CEO.

1 / 8
Facebook hat eine neue Policy angekündigt. 

Facebook hat eine neue Policy angekündigt.

KEYSTONE
Neu sollen Holocaust-Leugner-Posts gesperrt werden. 

Neu sollen Holocaust-Leugner-Posts gesperrt werden.

KEYSTONE
Dabei handelt es sich um Menschen, die den Völkermord an Juden durch die Nationalsozialisten leugnen. 

Dabei handelt es sich um Menschen, die den Völkermord an Juden durch die Nationalsozialisten leugnen.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Nach einer langen Debatte hat Facebook nun angekündigt, Posts, die den Holocaust leugnen, zu verbieten,
  • Dies sei «beim aktuellen Zustand der Welt» die richtige Entscheidung, so Zuckerberg.
  • Allerdings wird es eine Weile dauern, alle bisher bestehenden Posts zu löschen.
  • Denn erst müssten Teams geschult und Systeme angepasst werden.

Facebook verbietet in seinem Dienst nach einer jahrelangen Debatte weltweit die Holocaust-Leugnung. Der Firmengründer und Chef Mark Zuckerberg verwies zur Begründung auf eine Zunahme des Antisemitismus.

Die Abwägung zwischen Redefreiheit und dem Schaden durch die Leugnung oder Verharmlosung des Völkermordes an Juden durch die Nationalsozialisten habe ihm zu schaffen gemacht, räumte Zuckerberg in einem Facebook-Eintrag am Montag ein. «Beim aktuellen Zustand der Welt» halte er ein Verbot aber für die richtige Entscheidung.

Nicht von heute auf morgen

In Ländern wie Deutschland, wo die Holocaust-Leugnung illegal ist, blockierte Facebook bereits entsprechende Inhalte, wenn das Online-Netzwerk auf sie hingewiesen wurde.

Facebook schränkte zugleich ein, dass die Durchsetzung der neuen Regel «nicht von heute auf morgen» erfolgen könne. «Es gibt eine ganze Reihe von Inhalten, die gegen die neuen Richtlinien verstossen, und es wird Zeit in Anspruch nehmen, um die zuständigen Teams zu schulen und unsere Systeme anzupassen», hiess es in einem Blogeintrag.

Zuckerberg hatte vor gut zwei Jahren massive Kritik auf sich gezogen, als er in einem Interview erklärte, er wolle Beiträge von Holocaust-Leugnern weiterhin nicht grundsätzlich von der Plattform verbannen. Er selbst sei Jude und finde es zutiefst beleidigend, sagte er damals dem Technologieblog «Recode». «Aber am Ende glaube ich nicht, dass unsere Plattform das herunternehmen sollte, weil ich denke, dass es Dinge gibt, bei denen verschiedene Menschen falsch liegen. Ich denke nicht, dass sie absichtlich falsch liegen», sagte er damals.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

(SDA)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
53 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Widerspruch

14.10.2020, 16:03

Widerspricht grundlegend dem Gesetzt der freien Meinung.

David Brunner, Wetzikon

14.10.2020, 14:33

Holocaust-Leugnung ist zweifelsfrei ein No-Go. Was ist mit den Corona-Faschismus-Leugnern ?

ScheiSVP

14.10.2020, 09:35

Boah wenn ich diese Kommentare lese. Da wird mir schnell klar, in welcher Partei diese Denker sind.