901 Millionen Mitglieder: Facebook wächst langsamer

Aktualisiert

901 Millionen MitgliederFacebook wächst langsamer

Das weltgrösste soziale Netzwerk kann sein Wachstumstempo kurz vor dem geplanten Börsengang nicht halten. Dafür rüstet sich Mark Zuckerbergs Unternehmen für den Patentkrieg.

Was erklärt der Facebook-Chef dem japanischen Premierminister? Mark Zuckerberg (links) zu Besuch bei Yoshihiko Noda Ende März.

Was erklärt der Facebook-Chef dem japanischen Premierminister? Mark Zuckerberg (links) zu Besuch bei Yoshihiko Noda Ende März.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012 hat Facebook den Umsatz auf 1,06 Milliarden Dollar gesteigert. Das sind zwar 45 Prozent mehr als im ersten Quartal 2011, jedoch hat sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verlangsamt. Von 2009 auf 2010 hatte das Plus noch 154 Prozent betragen. Von 2010 auf 2011 waren es immerhin 88 Prozent mehr gewesen.

Über 900 Millionen Mitglieder

Auch beim Gewinn musste das weltgrösste soziale Netzwerk Abstriche machen. Auf die gewöhnlichen Aktionäre entfielen 137 Millionen Dollar und damit 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus dem am Montag aktualisierten Börsenprospekt hervor. Grund für den Rückgang waren demnach unter anderem deutlich gestiegene Marketing- und Entwicklungskosten.

Facebook hatte Ende März 901 Millionen aktive Nutzer. Angesichts der weiten Verbreitung trauen Beobachter dem Unternehmen einen Börsenwert von 100 Milliarden Dollar zu. Facebook verdient sein Geld mit Werbung und gehört damit zu den Rivalen von Google und Yahoo.

Patente für 550 Millionen

Kurz vor seinem Börsengang kauft Facebook für 550 Millionen Dollar zahlreiche Patente von Microsoft. Dabei gehe es um 650 Patente oder Anwendungen, die Microsoft selbst erst jüngst von AOL erworben habe, teilten beide Firmen am Montag mit.

Weltweit bemühen sich Technologiekonzerne, ihren Bestand an Patenten aufzustocken, um sich dauerhaft Lizenzen und damit Einnahmen zu sichern. Beispielhaft für Streitigkeiten in dem Bereich sind die Klagen, mit denen sich Yahoo und Facebook jüngst gegenseitig überzogen. Kreisen zufolge soll auch Google Interesse an den AOL-Patenten gehabt haben, die letztlich Microsoft erwarb.

Das genaue Datum für Facebooks Börsengang ist weiterhin unklar. (sda)

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