Audio-Inhalte: Facebook will den Hype um Clubhouse nutzen und eigene Plattform bauen
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Audio-InhalteFacebook will den Hype um Clubhouse nutzen und eigene Plattform bauen

Der Social-Media-Konzern soll seine Mitarbeitenden angewiesen haben, eine eigene Version der populären Audioplattform Clubhouse zu bauen. Die App ist augenblicklich bei den Nutzerinnen und Nutzern besonders beliebt.

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Nur wer eine Einladung von einem User erhält, kann Clubhouse nutzen.

Nur wer eine Einladung von einem User erhält, kann Clubhouse nutzen.

20min/Marco Zangger
Wenn man drin ist, kann man aus verschiedenen sogenannten Räumen auswählen.

Wenn man drin ist, kann man aus verschiedenen sogenannten Räumen auswählen.

20min/Marco Zangger
Bilder und Videos gibt es auf Clubhouse keine, die neue App ist eine reine Audioplattform.

Bilder und Videos gibt es auf Clubhouse keine, die neue App ist eine reine Audioplattform.

imago images/Westend61

Darum gehts

  • Die App Clubhouse ist bei Nutzerinnen und Nutzern äusserst beliebt.

  • Nun will Facebook scheinbar eine ähnliche Audioplattform bauen.

  • So habe es seine Mitarbeitenden angewiesen, eine eigene Version von Clubhouse zu entwickeln.

Der Erfolg der Smartphone-App Clubhouse ruft den US-Onlineriesen Facebook auf den Plan: Wie die «New York Times» am Mittwoch berichtete, wies der Konzern Mitarbeitende an, eine eigenen Version der populären Audioplattform zu entwickeln, die bislang nur für Apple-Nutzer und auf Einladung verfügbar ist. Die Zeitung berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Quellen.

Eine Facebook-Sprecherin sagte der «New York Times», der Internetkonzern verbinde seit «vielen Jahren» Menschen über Audio- und Videotechnologie miteinander. Dabei lote Facebook stets neue Wege aus, um dieses «Erlebnis» für die Nutzer zu verbessern.

Elon Musk und Kanye West

Clubhouse hatte in der Corona-Pandemie enorm an Popularität gewonnen und dabei auch eine Reihe Prominenter angezogen – darunter auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst, der jüngst bei Clubhouse über Virtual und Augmented Reality plauderte. Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk kündigte am Mittwoch an, dass er sich mit Rapper Kanye West bei Clubhouse verabredet habe, was auf der Plattform umgehend für Aufregung sorgte.

Die Nutzer der im vergangenen Frühjahr in den USA von der Firma Alpha Explorations entwickelten App können per Audio verschiedene «Räume» besuchen, in denen Menschen miteinander reden oder einfach zuhören können. In der durch massive Einschränkungen der persönlichen Kontakte geprägten Corona-Ära hat die App mit dem schlichten Fokus auf Sprache eine Nische getroffen – Textnachrichten, Fotos oder Videos gibt es bei Clubhouse nicht. Zudem suggeriert die App den Nutzern ein Gefühl von Exklusivität, denn die Plattform kann nur herunterladen, wer eine persönliche Einladung durch einen bereits registrierten Nutzer bekommt.

Datenschutz-Bedenken

In China hatten die Behörden Clubhouse am Montag gesperrt, nachdem die Plattform den Nutzerinnen und Nutzern in der Volksrepublik für kurze Zeit Zugang zu unzensierten Themen ermöglicht hatte und dort vermehrt auch politisch heikle Themen wie die Unterdrückung muslimischer Uiguren, die Demokratiebewegung in Hongkong und Taiwans Unabhängigkeitskonzept diskutiert wurden.

Aber auch hierzulande schürt Clubhouse Bedenken von Datenschützern; am Mittwoch beklagt auch die Stiftung Warentest den Datenhunger der App, die zudem in mehreren Punkten gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstosse.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

(afp/doz)

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