Social Media - Facebook will Kinder besser schützen, doch Kritiker haben Zweifel
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Social MediaFacebook will Kinder besser schützen, doch Kritiker haben Zweifel

Eine frühere Mitarbeiterin des Social-Media-Konzerns warf Facebook vor, zu wenig zum Schutz der Kleinen zu machen. Facebook reagiert nun, doch vielen ist das zu wenig.

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Die ehemalige Facebook-Angestellte Frances Haugen hat vor dem Senatsausschuss ausgesagt. (5. Oktober 2021) 

Die ehemalige Facebook-Angestellte Frances Haugen hat vor dem Senatsausschuss ausgesagt. (5. Oktober 2021)

AFP
Sie erhob schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Arbeitgeber.

Sie erhob schwere Vorwürfe gegen ihren früheren Arbeitgeber.

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Facebook hat auf die Vorwürfe reagiert und neue Kontrollfunktionen vorgestellt. 

Facebook hat auf die Vorwürfe reagiert und neue Kontrollfunktionen vorgestellt.

AFP

Darum gehts

  • Eine Whistleblowerin sagte vor einem Senatsausschuss aus, dass Facebook aus Profitgier nichts unternehme, um Kinder zu schützen.

  • Facebook entgegnete dem, dass schon viel investiert würde, um die Plattform sicher zu machen.

  • Zudem hat das Unternehmen neue Features vorgestellt.

  • Doch Kritikern ist das nicht genug, die Features seien zu vage, wird bemängelt.

Facebook hat mehrere neue Funktionen vorgestellt, die Kinder bei der Nutzung seiner Plattformen besser schützen sollen. Nach vernichtenden Aussagen der früheren Facebook-Managerin Frances Haugen über die negativen Auswirkungen des Online-Netzwerks auf Minderjährige präsentierte Facebooks Vizepräsident für globale Angelegenheiten, Nick Clegg, die neuen Features am Sonntag in zwei US-Talkshows. Unter anderem sollen etwa Teenager angehalten werden, bei der Nutzung der Foto-Plattform Instagram eine Pause einzulegen, und angestupst werden, wenn sie sich mehrfach die gleichen Inhalte anschauen, die als nicht angemessen eingestuft werden.

Das Unternehmen mit Sitz in Menlo Park in Kalifornien plant ausserdem neue Kontrollfunktionen für Eltern von Teenagern auf optionaler Basis, damit sie das Online-Verhalten ihrer Kinder besser im Blick haben. Kritikern ist all das aber zu vage und sie zweifeln an, ob die neuen Features überhaupt funktionieren. «Es gibt gewaltige Gründe, skeptisch zu sein», sagte Josh Golin von der Organisation Fairplay, die Marketing-Methoden mit Blick auf Kinder untersucht. Viele Kinder würden ohnehin mit Accounts online gehen, von denen ihre Eltern nichts wüssten, und es sei zweifelhaft, ob sie sich durch virtuelle Anstupser zu einer Pause bewegen lassen würden. Facebook müsse zeigen, wie genau es diese Pläne umsetzen wolle.

Clegg sagte bei CNN, sein Unternehmen versuche permanent seine Produkte zu verbessern. «Wir können keinen Zauberstab schwenken, um das Leben aller perfekt zu machen.» Facebook habe aber in den vergangenen Jahren 13 Milliarden Dollar investiert, um sicherzustellen, dass die Plattform sicher sei. 40’000 Angestellte arbeiteten genau an solchen Problemen.

Whistleblowerin Haugen hatte vor einem Senatsausschuss ihrem Ex-Arbeitgeber vorgeworfen, zwar um den Schaden zu wissen, den etwa Instagram bei einigen Jugendlichen anrichte, jedoch aus Profitgier Veränderungen unterlassen zu haben.

Auf die Frage danach, ob die bei Facebook eingesetzten Algorithmen die Missinformationen vor dem Sturm auf das US-Capitol am 6. Januar noch zusätzlich verbreitet hätten, sagte Clegg, ohne die Algorithmen würden Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer noch mehr Hetze und Missinformation in ihren Timelines sehen. Die Algorithmen seien «riesige Spam-Filter», sagte Clegg bei CNN und ABC.

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(DPA/roy)

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