Aktualisiert 20.11.2009 12:05

Abofallen

Facebook zockt die User ab

Ahnungslose Facebook-User tappen wegen so genannter Social Games reihenweise in Abofallen. Der damit erzielte Umsatz beträgt mehrere Hundert Millionen US-Dollar. Nun wurde gegen Facebook und Gamehersteller Zynga eine Sammelklage eingereicht.

von
mbu

Social Games auf Facebook erfreuen sich grosser Beliebtheit. Spiele wie «FarmVille» und «Mafia Wars» ziehen Millionen von Usern in ihren Bann. Hinter den erfolgreichsten Games steht das US-Unternehmen Zynga. Die erzielten Umsätze sollen inzwischen bei über 100 Millionen Dollar pro Jahr liegen, schreibt das IT-Nachrichtenportal heise.de.

Über Nebenangebote in die Kostenfalle gelockt

Nun hat eine Anwaltskanzlei bei einem kalifornischen Gericht eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga eingereicht. Darin wird den Unternehmen vorgeworfen, dass ihr Geschäftsmodell auf betrügerischen Absichten basiere. So können Spieler zum Beispiel durch das Ausfüllen von Fragebögen, deren Auswertung per SMS mitgeteilt wird, zusätzlich Punkte verdienen. Wer die Handynummer allerdings preisgibt, meldet sich ohne sich darüber bewusst zu sein, bei einem kostenpflichtigen Abodienst an. Zu den Zynga-Klassikern gehören auch vermeintliche IQ-Tests. Auch sie enden mit einer teuren Handyrechnung.

Davon profitiert auch Facebook, sie verdienen gemäss der Klage an der miesen Masche mit. Laut Klageanschrift soll die Community mit Social-Games zwischen 50 und 100 Millionen US-Dollar Umsatz generieren. Um das Image aufzupolieren, hat Facebook erst vergangene Woche mitgeteilt, dass sie über 100 Anwendungen entfernt hätten, bei denen den Usern der Tritt in die Abofalle drohte (20 Minuten Online berichtete).

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