Fachhochschulen kosten 1,36 Milliarden Franken im Jahr
Aktualisiert

Fachhochschulen kosten 1,36 Milliarden Franken im Jahr

Die Fachhochschulen in der Schweiz haben im Jahr 2004 Kosten von rund 1,36 Milliarden Franken verursacht. Fast ein Drittel der Gesamtkosten entfiel auf den Technik- und IT-Bereich.

Den Hauptteil der finanziellen Mittel steuerten mit 58 Prozent die Kantone bei, wie das BFS am Dienstag mitteilte.

Die Gesamtkosten der Fachhochschulen betrugen 1,357 Milliarden Franken. Während der Fachbereich Technik und IT rund ein Drittel ausmachte, lag der Wirtschafts- und Dienstleistungsbereich bei 19 Prozent. 72 Prozent der Kosten entstanden durch Diplomstudien. Auf die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung entfielen 14 Prozent. Die Lehre auf Nachdiplomstufe und die Dienstleistungen verursachten jeweils sieben Prozent der Gesamtkosten. Umgerechnet auf die einzelnen Studierenden auf Diplomstufe verursachte ein Studierender im Fachbereich Wirtschaft und Dienstleistungen Kosten von 17.651 Franken. Deutlich mehr als das Doppelte, nämlich 45.595 Franken entfielen auf Studierende des Fachbereichs Chemie und Life Sciences. Einer der Unterschiede für diese grossen Unterschiede ist das Betreuungsverhältnis. Je mehr Studierende im Diplomstudium von einer akademischen Kraft betreut wurden, desto geringer fielen die Kosten pro Studierende im Diplomstudium aus.

Den Hauptteil der finanziellen Mittel steuerten mit 58 Prozent die Kantone bei. Der Bund beteiligte sich mit 22 Prozent und Private mit 20 Prozent. Die öffentlichen Gelder machten in der Lehre auf Diplomstufe 91 Prozent und in der Forschung und Entwicklung 75 Prozent aus. Private spielten demgegenüber bei der Finanzierung der Lehre auf Nachdiplomstufe und den Dienstleistungen eine wichtige Rolle. Dieser Anteil wird laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) vermutlich noch weiter steigen, da sich Bund und Kantone innerhalb des Masterplans darauf verständigt haben, die beiden Bereiche nicht mehr durch öffentliche Gelder zu subventionieren. Als Grund für diesen Entscheid wird der prognostizierte Fehlbetrag von einer halben Milliarde Franken bis zum Jahr 2007 angegeben, der bei einer umgebremsten Entwicklung der Kosten, die hauptsächlich durch steigende Studierendenzahlen verursacht werden, bei der Fachhochschulfinanzierung entstehen würde.

Im Jahr 2004 beschafften die Fachhochschulen 139 Millionen Franken Drittmittel. Mit diesen Geldern konnten rund zehn Prozent der Gesamtkosten gedeckt werden. Die Drittmittel setzten sich zu 70 Prozent aus privaten und zu 30 Prozent aus öffentlichen Mitteln zusammen, wie das BFS schreibt. (dapd)

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