Fachschule: Studium lohnt sich nicht in jedem Fach

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Fachschule: Studium lohnt sich nicht in jedem Fach

Abgänger einer Höheren Fachschule (HF) verdienen im Schnitt 95 000 Franken im Jahr. Die Unterschiede sind je nach Studienrichtung allerdings beträchtlich.

Absolventinnen und Absolventen von Wirtschaftsfachschulen verdienen jährlich 105 400 Franken. Im Bereich Technik beträgt das Jahressalär 97 900 Franken und im Tourismus und in der Gastronomie 78 300 Franken.

Gegenüber von vor zwei Jahren sei das Salär bei Fachschulabgängern um durchschnittlich 2300 Franken im Jahr gestiegen, teilte der Schweizerische Verband der Absolvent/Innen Höherer Fachschulen am Dienstag zur zweijährlich durchgeführten Erhebung mit.

Der Anstieg der Saläre habe aber primär beim Kader und der Geschäftsleitung stattgefunden, heisst es. Auf Stufe Sachbearbeiter und Assistent sei die Lohnentwicklung stagnierend.

Gefragtes Nachdiplomstudium

31,8 Prozent der Absolventen schlossen zudem ein Nachdiplomstudium ab. Das Nachdiplom oder ein Studium gewinnt an Bedeutung für die berufliche Karriere. In den Bereichen Technik und Wirtschaft haben 64 Prozent der Geschäftsleitungsmitglieder eine weiterführende Ausbildung genossen, die länger als eineinhalb Jahre dauert.

In Gastronomie und Tourismus machten auf der Topetage rund 30 Prozent ein zusätzliches Studium. Hier sei meist das Studium an einer höheren Fachschule ausreichend, um eine Kaderstellung zu erreichen, heisst es.

Wer ein Studium an einer höheren Fachschule abschliesse, habe in der Regel einige Jahre Berufserfahrung, schreibt ODEC. Studienabgänger von Wirtschaftsschulen sind im Schnitt 30,2 Jahre alt, in der Technik sind sie 28,5 Jahre und in der Gastrobranche 26,6 Jahre alt.

Jährlich schliessen laut Angaben der ODEC 4200 Studenten ein Studium an einer Fachschule in den Richtungen Wirtschaft, Technik oder Gastronomie/Tourismus ab. (sda)

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