Fadenwürmer aus China eingefallen

Aktualisiert

Fadenwürmer aus China eingefallen

Chinesische Fadenwürmer haben die Schweizer Gewächshäuser erobert. Wie sie dahin gekommen sind, weiss niemand. Forscher versuchen ihrer Herr zu werden. Derweil müssen Gemüsezüchter um 30 Prozent ihrer Umsätze fürchten.

Seit geraumer Zeit befielen rätselhafte Gemüsekiller Gewächshäuser in der Nordwestschweiz. Wer sie sind und woher sie gekommen waren, wusste jedoch niemand. Jetzt ist der Erreger identifiziert: Als chinesischer Fadenwurm.

Die chinesischen Fadenwürmer sind Pflanzenschädlinge, die sich vom Saft ihrer Wirtspflanzen ernähren. In Europa haben sie bis jetzt nur einmal in Frankreich zugeschlagen, nun haben sie ihren Weg auch von China auf Schweizer Gemüse gefunden. Sebastian Kiewnick von der Forschungsanstalt Agroscope hat die Würmer anhand eines Gentests identifiziert. «Wir haben erst in zwei Schweizer Betrieben Fadenwürmer gefunden. Deren Besitzer beklagen wohl eine starke Umsatzeinbusse», sagt Wiednick. Zwischen zehn und 30 Prozent des Ernteertrages können die Schädlinge vernichten.

«Für Bio-Betriebe haben wir noch keine Handhabe gegen die chinesischen Fadenwürmer. Wir müssen erst resistente Gemüsearten züchten oder finden», sagt Kiewnick.

(thi)

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