Fähre irrt seit drei Tagen im Mittelmeer umher
Aktualisiert

Fähre irrt seit drei Tagen im Mittelmeer umher

Die Odyssee einer Fähre im Mittelmeer geht weiter: Das Schiff mit 97 Passagieren an Bord ist mittlerweile seit drei Tagen vor der süditalienischen Insel Lampedusa unterwegs und kann wegen schlechter Wetterbedingungen nicht anlegen.

Das Schiff, das am vergangenen Samstag von Porto Empedocle auf Sizilien abgelegt hatte, fahre bei Windstärke 8 und hohen Wellen langsam vor der Küste Lampedusas auf und ab, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag. Die Überfahrt hätte nur zehn Stunden dauern sollen.

«Wir können auch nicht einfach anhalten, weil das bei dieser Windstärke gefährlich wäre», hatte ein Passagier bereits am Montag via Handy gesagt.

Auch eine Rückfahrt nach Sizilien sei nicht möglich, da das Unwetter dort noch stärker wüte, hiess es. Zwar gebe es genügend Lebensmittelvorräte auf der Fähre, jedoch litten mehrere Passagiere an Seekrankheit. Der Kapitän des Schiffes erklärte, er wolle am Nachmittag einen Versuch starten, im Hafen von Lampedusa anzulegen. (sda)

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