Aktualisiert 03.11.2009 20:38

Nach Sturz von RheinbrückeFährimaa rettete Junkie aus dem Reihn

Fähripassagiere zogen am Montagabend einen jungen Junkie aus dem Rhein. Er war zugedröhnt von der Wettsteinbrücke gestürzt.

von
Lukas hausendorf

Im Drogenrausch stürzte ein 28-jähriger Schweizer am Montag gegen 20 Uhr von der 20 Meter hohen Wettsteinbrücke in den Rhein. Unter dramatischen Umständen wurde er dort vom Fährimaa und zwei Fahrgästen unverletzt geborgen. Nach der Rettung gab der Mann an, sich nach dem Drogenkonsum auf das Geländer der Brücke gesetzt zu haben – wo er dann das Gleichgewicht verlor.

Fährimaa Noa Thurneysen (24) berichtet von der dramatischen Rettung. «Er schrie um Hilfe und tauchte immer wieder ab», erzählt er. Zuerst habe er einen Rettungsring ausgeworfen – vergebens. Dann steuerte er den Ertrinkenden an – und das Timing stimmte: Die beiden Passagiere konnten ihn packen und aus dem 13 Grad kalten Wasser ziehen. «Man hat in so einem Fall nur eine Chance», weiss Thurneysen.

Eigentlich wäre die Münsterfähre um diese Zeit schon ausser Betrieb – wegen der Herbstmesse quert sie den Rhein derzeit aber bis 22 Uhr. «Er hatte einen sehr guten Schutzengel», sagt Polizeisprecher Klaus Mannhart. Am Ufer war zufälligerweise ein Arzt, der ihn betreute. Laut Mannhart befindet sich der Gerettete in ­einem Methadonprogramm.

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