Guten Appetit!: Fäkalkeime auf Brötchen in Bundesliga-Stadien

Aktualisiert

Guten Appetit!Fäkalkeime auf Brötchen in Bundesliga-Stadien

Die ARD-Radiosender haben in deutschen Fussballstadien geheime Tests durchgeführt, die Fans und Profis gar nicht gefallen dürften.

von
hua

Unappetitliche Keime sind in deutschen Fussballstadien weit verbreitet, wie die ARD-Radiosender herausgefunden haben. Die Keime wurden nicht nur im Trinkwasser, sondern auch auf Esswaren im Stadion entdeckt. Wie die Recherchen ergaben, wurden in den vergangenen Jahren in 10 von 36 Stadien der 1. und 2. Bundesliga Legionellen festgestellt. Diese Bakterien können die sogenannte Legionärskrankheit auslösen, die mit Fieber, Durchfall und Lungenentzündung einhergeht.

Bei heimlich vorgenommenen Proben – die Experten waren als Fans getarnt – in München, Köln und Bremen wurden auf Fischbrötchen in Bremen ausserdem Fäkalkeime gefunden. Auf einem der Sandwiches fanden sich zusätzlich Eiterbakterien.

Geld und Essen mit derselben Hand berührt

Ein Hygiene-Experte, der die Proben untersucht hat, vermutet, dass die Verunreinigung durch den Verkäufer entstanden ist, der das Essen und das Wechselgeld mit derselben Hand berührt hat. Für solche Fälle seien Hygiene-Schulungen dringend nötig, so der Experte.

Die betroffenen Vereine reagierten auf die happigen Vorwürfe: Sie verwiesen dabei auf «hohe Qualitätsstandards und entsprechende Eigenkontrollen», die keine auffälligen Befunde ergeben hätten.

Legionellen im Trinkwasser

Doch nicht nur die Fans sind in den deutschen Stadien gefährdet, ungewollt in Kontakt mit Keimen zu komme, sondern auch die Fussballer. Denn im Trinkwasser in den Stadien seien in den vergangenen Jahren ebenfalls Legionellen festgestellt worden. Dies sei vor allem beim im nur alle zwei Wochen benutzten Duschraum der Fall gewesen.

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