Coronavirus: Fällt Basler Fasnacht doch nicht ganz ins Wasser?
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CoronavirusFällt Basler Fasnacht doch nicht ganz ins Wasser?

Per Petition wird gefordert, dass die Basler Fasnacht nachgeholt wird. Das Comité sondiert Ideen, für einen Entscheid sei es indes noch zu früh.

von
lha

Tragen die Schloofkappe-Waggis die Fasnacht zu früh zu Grabe? (Video: Schloofkappe Waggis)

Schon vor hundert Jahren musste die Fasnacht wegen der Spanischen Grippe abgesagt werden. Nur: Damals wurde sie einen Monat später nachgeholt. Viele Fasnächtler haben die Hoffnung darum noch nicht aufgegeben, dass auch die Fasnacht 2020 nicht ganz dem Corona-Erreger zum Opfer fällt. Eine Online-Petition, die eine Verschiebung «der drey scheenschte Dääg» wünscht, verzeichnete bis am Sonntagnachmittag schon über 7000 Unterstützer.

Auch die Basler Regierung signalisierte bereits am Freitag, als die Absage bekannt gegeben wurde, dass sie das Fasnachts-Comité unbürokratisch unterstützen würde, sollte es entsprechende Bestrebungen geben.

Vorerst deutet aber wenig daraufhin, dass es dieses Jahr noch zu Cortège und Co. kommen könnte.« Wir sind untröstlich über die Absage», heisst es im offiziellen Statement des Comités. Man freue sich aber auf die Fasnacht 2021. Ist der Zug für eine verschobene Fasnacht dieses Jahr wirklich schon abgefahren?

«Werden Ideen prüfen»

Nicht wirklich. «Es ist jetzt einfach noch verfrüht für solche Pläne», sagt Obfrau Pia Inderbitzin am Sonntag auf Anfrage. Noch sei man damit beschäftigt die abgesagte Fasnacht zurückzubuchstabieren. Sie sagt aber auch: «Im Moment kommen Leute mit vielen tollen Ideen zu uns. Wir werden diese Ideen prüfen und zu gegebener Zeit kommunizieren.»

Denkbar wäre, dass der dritte Bummelsonntag am 22. März zu einer «Fasnacht-Light» aufgewertet wird. Dies wäre möglich unter der Voraussetzung, dass der Bund die geltenden Restriktionen für Grossanlässe, die im Rahmen der besonderen Lage gemäss Epidemiegesetz bis am 15. März, nicht verlängert. Das wäre dann einfach ein «scheenschte Daag» und all die Mühe und das Herzblut der Fasnächtler in ihre Goschdym, Sujet und Ladäärne wären nicht ganz für die Katz gewesen.

Vielsagend deutet das Fasnachts-Comité an, das Informationen zum dritten Bummelsonntag «zu gegebenem Zeitpunkt» folgen werden.

Fasnacht geht online

Unabhängig davon weht der Geist der Fasnacht dieses Jahr online, nachdem sämtliche Offline-Veranstaltungen erst mal untersagt wurden. Die Bebbi Waggis wollen Bänklern ein Forum bieten und einen Livestream auf Facebook machen. Das Schnitzelbank-Comité wird am Montagabend seine über 20 Bängg nicht-öffentlich singen lassen und live im Internet streamen, auch 20 Minuten überträgt die Auftritte.

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