Alles im legalen Bereich: Fälschungen grosser Künstler ausgestellt
Aktualisiert

Alles im legalen BereichFälschungen grosser Künstler ausgestellt

Ab morgen sind die grossen Werke von Da Vinci bis Renoir im Hotel Engel zu sehen. Zumindest auf den ersten Blick.

von
Susan Pedrazzi
Initiator Bruno Schmed und Galeristin Yvonne Bettinger vor einem falschen Cézanne.

Initiator Bruno Schmed und Galeristin Yvonne Bettinger vor einem falschen Cézanne.

«Sogar Experten trauen ihren Augen kaum, wenn sie die Bilder sehen», sagt der Kunstliebhaber Bruno Schmed. Rein optisch sei der Unterschied zwischen diesen legalen Fälschungen und den Originalen nicht zu erkennen.

Schmed spricht von den hunderten Werken weltberühmter Künstler, die das von ihm gegründete International Imaginary Museum (IIM) ab Karfreitag im überschaubaren Liestaler Stedtli ausstellt. Die Ausstellung und der Verkauf der akribisch angefertigten Van Goghs oder Renoirs ist legal – solange man sie als Kopien kennzeichnet. Genau das macht der 70-Jährige seit 25 Jahren hauptberuflich.

Aufgrund des dreisten illegalen Geschäfts mit gefälschten Kunstwerken kam dem gelernten Pilot die Idee, enttarnte Fälschungen aufzukaufen und diese legal zu verkaufen. So kann man in der Ausstellung im Hotel Engel eine Mona Lisa oder eine Monet-Kopie für zwischen 3500 und 8000 Franken erstehen. Nach zahlreichen Ausstellungen und Galerien auf der ganzen Welt sucht der Weltenbummler zusammen mit seiner Nachfolgerin Yvonne Bettinger in der Region Basel geeignete Räumlichkeiten für die Eröffnung eines Museums. An Ausstellungsobjekten zumindest mangelt es nicht: «Inzwischen haben sich rund 600 Bilder angesammelt», so Schmed.

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