Aktualisiert 04.02.2013 18:21

Bademeister sauer

Färbemittel versaut Hallenbad-Frauendusche

Sauerei im Hallenbad: Bernerinnen färben sich ihre Haare in den Duschen. Bademeister sind darüber gar nicht erfreut.

von
Sophie Reinhardt
Mit diesem Schild versuchen Angestellte des Wylerbads, weibliche Badegäste vom Haarefärben in den Duschen abzuhalten.

Mit diesem Schild versuchen Angestellte des Wylerbads, weibliche Badegäste vom Haarefärben in den Duschen abzuhalten.

Haarefärbemittel hinterlässt Spuren. Für manche Frauen ist dies ein Grund, das Färben nicht im eigenen Badezimmer, sondern auswärts zu erledigen. In der Frauendusche des Berner Wyler-Hallenbades kam dies so oft vor, dass man reagiert hat: «Haare färben und tönen verboten» steht auf einer Tafel in der Dusche. Anlagechef Mario Amman sagt, die Duschen seien immer wieder mit festhaftenden Haarfärbemittel verschmutzt gewesen. «Die Sauerei musste dann vom Putzpersonal aufwendig von den Plättli weggeputzt werden.»

Das Wylerbad ist kein Einzelfall: Auch Peter Gross, Bademeister im Hallenbad Heimberg, ärgerte sich schon über Farbrückstände. Besonders problematisch sei, wenn die Frauen danach mit der Farbpaste im Haar in die Sauna gehen. «Dann läuft die Farbe mit dem Schweiss auf den Holzrost – da ist sie dann kaum noch zu entfernen», so Gross. Darum ist in der «Sauna- und Wellnessverordnung» des Berner Weyerlibades Haare färben und auch Nägel schneiden explizit verboten.

Schild zeigt Wirkung

«Besucher eklen sich verständlicherweise davor», so Hugo Wenger vom Weyerlibad. Trotz Verbots treffe er immer wieder mit Farbe verschmierte Plättli an. Im Wylerbad dagegen zeigt das Verbotsschild und stündliche Kontrollen Wirkung. Die Zahl der Fälle ist zurückgegangen.

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