Fahnder legen Drogendealer aufs Kreuz
Aktualisiert

Fahnder legen Drogendealer aufs Kreuz

Deutsche Fahnder haben in Bremerhaven in einem Container 400 Kilogramm hochreines Kokain sichergestellt. Danach ging die - ausgetauschte Ladung - weiter und die Drogenhändler ins Netz der Polizei.

Das Rauschgift hat mit einem Strassenverkaufswert von rund 30 Millionen Euro. Es war für einen Empfänger in Belgien bestimmt.

Das Kokain war in einer Weinladung aus Mittelamerika versteckt gewesen, sagte der Vizepräsident des Zollkriminalamtes am Freitag in Bremen. Der Container sei auffällig gewesen. «Die Kombination Bremerhaven - Wein aus Panama ist nicht so normal», sagte er.

Bei der Durchsuchung Anfang September entdeckten die Beamten 390 Drogenpäckchen, die in 16 Sporttaschen zwischen 900 Kartons Rot-und Weisswein lagerten. Das Rauschgift hat einen Reinhaltsgehalt von fast 90 Prozent. Empfänger der Ladung war eine belgische Im-und Exportfirma.

Die Beamten tauschten das Kokain mit Ausnahme einer geringen Menge gegen einen Ersatzstoff aus, alarmierten ihre Kollegen in Belgien und den Niederlanden und verfolgten dann den Weg der brisanten Fracht. Mit einem Lastwagen wurde die Weinladung nach Antwerpen gebracht. Am 12. September nahmen die Ermittler dort drei Männer fest. Sie sitzen seitdem in Belgien in Untersuchungshaft.

Es handelt sich um zwei 58 Jahre alte Niederländer und einen 54- jährigen Belgier. Zu den Hintermännern wollten die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Das Rauschgift soll nun vernichtet werden. (sda)

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