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Fahrausweis auf Probe: Ansturm auf die Ämter

Der Countdown zum Fahrausweis auf Probe läuft unaufhaltsam. Das Personal auf dem Strassenverkehrsamt macht deshalb Überstunden – auch weil die Leute schlecht informiert sind.

Die wichtigste Information vorneweg: Wer bis zum 30. November ein Gesuch für den Lernfahrausweis einreicht, muss sich nicht mit dem Fahrausweis auf Probe herumschlagen. «Viele Leute meinen aber, dass sie bis dann die Prüfung schon gemacht haben müssen», sagt Susan Abderhalden vom Strassenverkehrsamt (SVA) Ausserrhoden.

Die Fehlinformation führt dazu, dass die Theorieprüfungen in Ausserrhoden bis in den Dezember hinein ausgebucht sind – normalerweise ist nur die nächstfolgende Woche ausgebucht. Dabei genügt ein blosses Gesuch. Danach hat man noch zwei Jahre Zeit, die Prüfung nach altem Reglement zu machen.

Trotzdem: Die Uhr tickt, und viele, die es bis jetzt hinausgezögert haben, reichen jetzt noch schnell ihr Gesuch ein. Das spürt auch das Team von Roman Müller beim SVA St. Gallen: «Wir müssen jetzt öfters Überzeiten machen.»

Im Vergleich zu letztem Jahr nahm die Zahl der Gesuchsteller im Oktober um 70 Prozent auf 1700 zu. Gestern kam das Gesuch von Deniz Sartekin (18) hinzu. Seit ihrem Geburtstag im Januar schob die St. Gallerin das Vorhaben vor sich her: «Wegen der drohenden Probezeit habe ich mich endlich aufgerafft.»

Sascha Schmid

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