Aktualisiert 20.06.2018 16:15

Fahren wie die Polizei

Lust, ein Fahrtraining wie Schweizer Polizisten zu absolvieren? «Alfaisti» dürfen das, wenn sie sich ans Gesetz halten.

von
Nina Vetterli
Gesamteindruck «sehr gut» für 20-Minuten-Autojournalistin Nina Vetterli mit der Alfa Romeo Giulia Veloce.

Gesamteindruck «sehr gut» für 20-Minuten-Autojournalistin Nina Vetterli mit der Alfa Romeo Giulia Veloce.

Alfa Romeo

Hände hoch? Nein, auch wenn sich unter den Instruktoren von «Professional Dri-ving» Polizisten finden, lautet der Befehl: Hände in der Viertel-vor-drei-Stellung ans Lenkrad! Nur beim Schalten oder Übergreifen darf die Griffposition verlassen wer-den. Klingt simpel, doch die richtige Lenktechnik will – genau wie das Bremsen und Ausweichen auf rutschigem Untergrund oder die Fahrzeugstabilisierung vor schnel-len Richtungswechseln – geübt sein.

Zwei Tage haben die Teilnehmer der Alfa Romeo Driving Experience dafür Zeit. Zwei Tage, in denen sie dasselbe Kursprogramm durchlaufen wie jährlich 600 Schweizer Polizisten. Denn ob mit oder ohne Blaulicht, letztlich müssen sich alle demselben Ge-setz beugen: jenem der Physik. Wer sich widersetzt, wird gebüsst – vom eigenen Au-to.

«Safety first – aber es geht auch um Spass»

Dabei gehts um Sicherheit. Um die Beherrschung seines bis zu 510 PS starken Alfa Romeo oder eines anderen Autos aus dem Fiat-Konzern. Doch gerade beim freien Fahren auf der F1-konformen Rundstrecke gehts um Spass. Wo sonst kann man im sicheren Rahmen nach der Ideallinie fahnden, schneller als die Polizei normalerweise erlaubt über Kurven räubern und dafür anstelle einer Busse ein Diplom kassieren?

Umso schöner für Alfa-Besitzer, dass der jährlich im Sommer durchgeführte Kurs im Balocco Proving Ground stattfindet. Dort, wo ihre vierrädrigen Lieblinge entwickelt werden. Bitter ist nur, sich nach 300 Trainingskilometern auf der Heimfahrt wieder an die Gesetze des Strassenverkehrs halten zu müssen.

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