Aktualisiert 25.04.2014 16:45

Jenische in Nidau BEFahrende richten sich auf Parkplatz ein

Die Jenischen richten sich auf dem ehemaligen Expo-Gelände häuslich ein. Die Behörden stellten klar, dass ihre Anwesenheit nicht erwünscht ist. Wann geräumt wird, ist ungewiss.

von
Nora Camenisch/Alexandra Graber

Der Knatsch um die Fahrenden geht in die nächste Runde: Die Jenischen sind am Freitagmittag in Nidau eingetroffen. Dort hatten sie mit rund 15 Fahrzeugen das ehemalige Expo-Gelände in Beschlag genommen. Dann riegelte die Polizei den Zugang ab. Claude Gerzner, Pressesprecher der Fahrenden, ist empört. «Momentan jagen sie uns wie Hunde durch die Schweiz, es ist eine richtige Hetzkampagne, das ist ein Drecksgeschäft», klagt er gegenüber 20 Minuten.

Die Gemeinde bot am Freitagmittag jenen, die sich schon auf dem Platz befanden, an, bis Montag bleiben zu können. Dies genügte den Betroffenen allerdings nicht. Nachdem sie eine Barriere durchbrochen hatten, entfernten sie offenbar auch noch Zäune: Nun wird ein Wohnwagen nach dem anderen auf den Parkplatz gefahren. Die Polizei ist nicht mehr vor Ort.

«Wir bleiben hier»

Derweil stellten die Gemeinden Nidau und Biel an einer Pressekonferenz klar, dass die Jenischen auf dem Gelände nicht geduldet werden. Sie beklagen die Art und Weise, wie die Fahrenden vorgegangen sind. Man sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden und deshalb zu keinen Verhandlungen mehr bereit. Zwar seien in nächster Zeit keine Veranstaltungen auf dem Gelände geplant, trotzdem müssten die Jenischen den Platz nun verlassen, berichtet eine Telebärn-Reporterin vor Ort gegenüber 20 Minuten. Die Jenischen hingegen zeigen sich unbeeindruckt. «Wir bleiben hier, bis eine schriftliche Verfügung vorliegt», sagt Gerard Müllhauser.

Ob und wann eine Räumung des Platzes stattfinden soll, ist aber noch unklar.

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