Fahrprüfung nur noch in Englisch und den Landessprachen
Aktualisiert

Fahrprüfung nur noch in Englisch und den Landessprachen

Der Bundesrat möchte die theoretische Fahrprüfung landesweit nur noch in den vier Landessprachen und in Englisch anbieten. Damit soll der Prüfungstourismus unterbunden werden.

Er hat eine Motion des Aargauer Freisinnigen Philipp Müller zur Annahme empfohlen, in welcher eine Einschränkung des heutigen Angebots gefordert wird.

Müller stört sich daran, dass die theoretische Autoprüfung in den einzelnen Kantonen in jeweils anderen Sprachen abgelegt werden kann. Es drohe ein unerwünschter Prüfungstourismus, denn die Kandidaten würden die Prüfungen dort ablegen, wo es in ihrer gewünschten Sprache möglich sei. Von einer Beschränkung auf Englisch und die Landessprachen verspricht sich der Motionär zudem einen Anreiz zum Erlernen einer Landessprache und damit eine integrative Wirkung. Da in der Theorieprüfung ein sehr spezifisches und eng begrenztes Wissen abgefragt werde, könne sie auch mit nur beschränkten Sprachkenntnissen absolviert werden. Der Bundesrat empfiehlt die Motion ohne weitere Begründung zur Annahme. Er ist bereit, eine Revision des Strassenverkehrsgesetzes in die Vernehmlassung zu schicken, welche die Auswahl der Sprachen einschränkt. In vielen Kantonen wird die Theorieprüfung in neun Sprachen angeboten, darunter beispielsweise auch Serbokroatisch, Türkisch oder Portugiesisch. Andere Kantone, etwa Bern, haben sich bereits auf die Landessprachen beschränkt. (dapd)

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