Fahrradfahrer nehmen es locker

Aktualisiert

Fahrradfahrer nehmen es locker

Drei von vier Berner Velolenkern fahren auch bei Rot über eine Kreuzung.

Mit mehr Kontrollen und höheren Bussen will die SVP jetzt Velo-Rowdys in die Schranken weisen. Dagegen kritisiert die IG Velo, dass Radfahrer an Ampeln unnötig lange warten müssen. Die Umfrage bestätigt das Resultat einer Stapo-Kontrolle: Viele Velofahrer gehen locker mit den Verkehrsregeln um.

Halten Sie mit dem Velo bei rot an der Ampel?

Fabienne Rohr (25), Bern

Ich halte immer an. Gerade wenn man es am wenigsten erwartet, kommt nämlich ein Auto. Das ist mir zu gefährlich. Es kümmert mich aber nicht, dass andere Ampeln ignorieren. Das liegt in der Eigenverantwortung.

Daniel Stojimirovic (18), Bern

Dass so viele Velofahrer gebüsst wurden, überrascht mich. Sie müssten härter angepackt werden. Ich verstehe Autolenker, die sich über Velofahrer aufregen. Wenn ich Auto fahren könnte, würde ich oft ausrasten.

Nicole Schmidlin (23), Bern

Es gibt Ampeln in Bern, die für Velofahrer wenig Sinn machen. Wenn es dort keine Fussgänger hat, ignoriere ich das Rotlicht. Mit dem Auto würde ich aber nie das Rotlicht überfahren. Das ist zu gefährlich.

Christoph Leuzinger (54), Ostermundigen

Ich bin für die grüne Welle. Denn in Bern gibt es viele Ampeln, die immer auf Rot stehen. Das ist für Velos reine Schikane. Dagegen sind die speziellen Veloampeln super. Sie zeigen oft Grün, wenn Autos noch warten müssen.

Anna Friedli (21), Bern

Bei wenig Verkehr sehe ich keinen Grund, anzuhalten und fahre schon mal bei Rot durch. Viele Velolenker haben sich aber daran gewöhnt, dass die Autos auf sie Rücksicht nehmen und fahren mit zu viel Risiko.

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