Aktualisiert 18.12.2019 09:48

Österreichischer FernbusFahrt von Zürich nach Bern soll 22.80 Franken kosten

Nach dem Aus von Eurobus hat sich ein neuer Spieler auf dem Schweizer Fernbus-Markt gemeldet. Dr. Richard will bereits ab Dezember einen Fahrplan anbieten.

von
doz
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Nach dem Rückzug von Eurobus will Dr. Richard so schnell wie möglich mit dem eigenen Netz starten.

Nach dem Rückzug von Eurobus will Dr. Richard so schnell wie möglich mit dem eigenen Netz starten.

Dr. Richard
Losgehen soll es falls möglich bereits im Dezember.

Losgehen soll es falls möglich bereits im Dezember.

Dr. Richard
Anderthalb Jahre lang fuhr Eurobus für Flixbus durch die Schweiz.

Anderthalb Jahre lang fuhr Eurobus für Flixbus durch die Schweiz.

Keystone/Leandre Duggan

Am Mittwoch hat Eurobus bekannt gegeben, dass alle drei Fernbuslinien in der Schweiz eingestellt werden. Grund für die Sistierung war die ungenügende Nachfrage. Wenige Tage nach dieser Bekanntgabe stand aber schon ein neues Unternehmen in den Startlöchern. Es handelt sich um den österreichischen Konkurrenten Dr. Richard.

Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, gibt es bereits konkrete Pläne: Dr. Richard möchte in der Schweiz mit vier Linien starten. Sieben Mal pro Tag soll die Strecke Zürich Flughafen – Zürich – Bern befahren werden. Viermal soll es von Bern nach Basel und schliesslich nach Zürich gehen. Ausserdem soll die Strecke Bern – Luzern – Zürich täglich viermal und die Strecke Zürich – Landquart – Chur täglich zweimal befahren werden.

22.8 Franken für Zürich – Bern

Weitere Strecken wie beispielsweise die viel befahrene Strecke Genf – Lausanne stehen noch nicht zur Diskussion. «Wir haben im Moment nicht den Mut, in die Westschweiz zu gehen. Wir sind ein deutschsprachiges Unternehmen», heisst es bei Dr. Richard.

Die Kosten für die Strecke zwischen Zürich und Bern belaufen sich auf 22.80 Franken. Für Zürich – Basel bezahlt man 12 Franken und für Basel – Bern 18.60 Franken. Die günstigste Strecke ist Zürich – Luzern mit 11.20 Franken. Besitzer von Halbtax-Abos sollen zum halben Preis fahren.

Geplanter Start im Dezember

Eigentlich steht dem Start der Dr. Richard-Busse also nichts mehr im Weg – ausser das Fehlen einer Konzession. Ein Gesuch dafür wurde beim Bundesamt für Verkehr bereits vor einem Jahr eingereicht. Dieses hatte bisher aber gezögert, da dies den Betrieb von Eurobus als Erstkonzessionär gefährdet hätte. Mit dem Aus von Eurobus hat sich die Lage aber verändert.

Patrick Angehrn, Leiter Linienbusverkehr bei Dr. Richard, will sich in den nächsten Tagen also mit dem Bundesamt für Verkehr zusammensetzen und einen optimalen Fahrplan ausarbeiten. Das Ziel ist es, auf den Fahrplanwechsel vom Dezember starten zu können. Gut denkbar ist aber, dass das Bundesamt noch etwas mehr Zeit benötigt. Realistischer ist daher ein Start im Frühling nächsten Jahres.

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