31.07.2019 16:16

Oberembrach ZH

Fahrverbot wegen Fröschen – 305 Bussen

Für zwei Monate gilt auf einer Strasse bei Oberembrach ZH eine Sommersperrung zum Wohle der Frösche. Die Autofahrer interessiert dies aber wenig.

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Die provisorische Absperrung auf der Eigentalstrasse, auf der im Juni und Juli zum Wohle der Frösche Fahrverbot gilt. Daneben eine Barriere, die beschädigt wurde.

Die provisorische Absperrung auf der Eigentalstrasse, auf der im Juni und Juli zum Wohle der Frösche Fahrverbot gilt. Daneben eine Barriere, die beschädigt wurde.

Stadtpolizei Kloten
Viele Autofahrer interessieren sich nicht für das Fahrverbot. Zwischen dem 1. Juni und dem 24. Juli wurden 305 Lenker gebüsst

Viele Autofahrer interessieren sich nicht für das Fahrverbot. Zwischen dem 1. Juni und dem 24. Juli wurden 305 Lenker gebüsst

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Für Thomas Grädel, Leiter Sicherheit der zuständigen Stadt Kloten, ist die Zahl der Missachtungen bedenklich: «Wir vermuten, dass es sich bei den Gebüssten oft um Personen handelt, die dem Stau auf der Autobahn A1 ausweichen wollen.»

Für Thomas Grädel, Leiter Sicherheit der zuständigen Stadt Kloten, ist die Zahl der Missachtungen bedenklich: «Wir vermuten, dass es sich bei den Gebüssten oft um Personen handelt, die dem Stau auf der Autobahn A1 ausweichen wollen.»

Zum Wohle der Frösche wird ein Strassenabschnitt zwischen Oberembrach ZH und Nürensdorf ZH jährlich dreimal gesperrt – im Sommer ist der Abschnitt der Eigentalstrasse vom 1. Juni bis 31. Juli rund um die Uhr gesperrt. Heruntergelassene Barrieren signalisieren das Fahrverbot auf beiden Seiten der Strecke.

Viele Autofahrer interessiert dieses Fahrverbot aber offenbar nicht und sie umfahren diese Barrieren einfach – und werden von zwei fest installierten Kameras erwischt. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, wurden so innert siebeneinhalb Wochen zwischen dem 1. Juni und dem 24. Juli exakt 305 Lenker gebüsst. Zu Beginn der Sommersperrung habe der tägliche Bussenschnitt bei sieben Fällen gelegen – aktuell sind es 5,6 pro Tag.

Barrieren und Absperrgitter zerstört

Für Thomas Grädel, Leiter Sicherheit der zuständigen Stadt Kloten, ist die Zahl der Missachtungen bedenklich: «Wir vermuten, dass es sich bei den Gebüssten oft um Personen handelt, die dem Stau auf der Autobahn A1 ausweichen wollen.»

Damit aber nicht genug: Eine der rot-weissen Barrieren wurde kürzlich gezielt beschädigt und bereits zweimal prallte in diesem Sommer ein Auto in eine der Barrieren. Auch provisorisch aufgestellte Absperrgitter, die man für die kaputten Barrieren aufgestellt hat, wurden schon komplett zerstört. «Ich wusste gar nicht, dass man ein Gitter in so viele Einzelteile zerlegen kann», sagt Klotens Polizeichef Jürg Schaub.

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