Aktualisiert 05.12.2016 18:04

Sicherheitstest

Fake-Ladegeräte können brandgefährlich sein

Wer beim Ladegerät spart, geht ein nicht unerhebliches Risiko ein. Beim Test von 400 Fernost-Fälschungen waren 397 hochgradig gefährlich.

von
hau
1 / 6
Apple gibt Tipps, wie sich gefälschte Produkte von echten unterscheiden lassen.

Apple gibt Tipps, wie sich gefälschte Produkte von echten unterscheiden lassen.

ed Gregory
Ihr erworbenes Ladegerät passt nicht in die Steckdose? Es könnte sein, dass die Steckerstifte des Adapters falsche Grössen aufweisen. Der Abstand zwischen den Steckerstiften sollte bei einem echten Produkt 19 Millimeter betragen.

Ihr erworbenes Ladegerät passt nicht in die Steckdose? Es könnte sein, dass die Steckerstifte des Adapters falsche Grössen aufweisen. Der Abstand zwischen den Steckerstiften sollte bei einem echten Produkt 19 Millimeter betragen.

Keystone/Martin Ruetschi
Ein sogenanntes CE-Siegel auf Ihrem Apple-Gerät und dem dazugehörigen Adapter gibt Ihnen Auskunft darüber, ob Sie ein Produkt vom Hersteller erworben haben oder nicht. Das Siegel kennzeichnet nämlich, ob das Produkt die geltenden Anforderungen zum Vertrieb erfüllt.

Ein sogenanntes CE-Siegel auf Ihrem Apple-Gerät und dem dazugehörigen Adapter gibt Ihnen Auskunft darüber, ob Sie ein Produkt vom Hersteller erworben haben oder nicht. Das Siegel kennzeichnet nämlich, ob das Produkt die geltenden Anforderungen zum Vertrieb erfüllt.

Apple.com/Support

Sie sind billig und begehrt – gefälschte Akkulader aus dem Internet ziehen jedoch ein erhebliches Sicherheitsrisiko nach sich. Die Billigprodukte können stark erhitzen, im schlimmsten Fall sogar in Flammen aufgehen. Nicht selten verpassen sie Nutzern Stromschläge oder beschädigen das angeschlossene Smartphone, Tablet oder Laptop langfristig.

In einer Studie der britischen Konsumentenschutz-Organisation Chartered Trading Standards Institute (CTSI) fielen von 400 online gekauften Fake-Ladegeräten für iPads, iPhones oder Macs 397 bei den grundlegendsten Sicherheitstests durch. Allen voran sind es die notdürftigen Kabelisolationen der Geräte, die zu Stromschlägen führen können.

Konsumenten tragen alleinige Verantwortung

Peter Fluri, Leiter Marktüberwachung beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (Esti) kennt die Problematik mit den gefälschten Adaptern und Ladegeräten. Das Esti führt in der Schweiz regelmässig Kontrollen durch. Geräte für den Haushalt, das Gewerbe oder im Büro werden durch das Bundesamt stichprobenweise auf ihre Konformität und Sicherheit hin überprüft.

Wer hingegen solche Produkte persönlich aus Billigländern importieren lässt, trägt die alleinige Verantwortung für die Sicherheit der Ladegeräte.

Bedienungsanleitung beachten

Damit man sich als Kunde nicht unbewusst einer Gefahr aussetzt, sollten laut Fluri ein paar Dinge beachtet werden: «Ein sehr tiefer Preis, eine billige Aufmachung oder ein Web-Auftritt ohne Schweizer Domizil und ohne direkten Ansprechpartner sind Indiz für möglicherweise mangelhafte Geräte.»

Das Esti empfiehlt deshalb Konsumenten, beim Kauf von Ladegeräten auf seriöse Anbieter mit Kundendienst in der Schweiz zu setzen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung des erworbenen Produkts kann ebenfalls Licht ins Dunkel bringen: «Gibt es keine Bedienungsanleitung in einer Schweizer Landessprache, sollte man besser die Finger davon lassen.»

Konsumenten sollten auch darauf achten, ob auf dem Produkt ein freiwilliges Prüfzeichen angebracht ist. In der Schweiz anerkannte Prüfzeichen sind in der Datenbank des Esti abrufbar. Allerdings können auch die auf Billigprodukten gefälscht sein.

Tipps von Apple, wie man gefälschte Ladegeräte von echten unterscheiden kann, gibt es in der Bildstrecke.

Wer ein Smartphone nicht richtig behandelt, riskiert auch ohne gefälschtes Ladegerät eine Explosion. (Video: Tamedia/Vizzr)

«Flame» - die neue App für Foto-Fans

«Flame». Dort können Sie alle Leser-Reporter-Bilder in Tinder-Manier mit einem Swipe bewerten. «Flame» steht absofort für iOS-Nutzer kostenlos im App-Store zum Download bereit. Die Adaption für Android-Geräte ist für 2017 vorgesehen.

Fehler gefunden?Jetzt melden.