Aktualisiert 18.08.2015 07:39

ZürichFake-Sticker erheitert Passagiere in Tram

Pendler bemerkten bereits im Juni Scherz-Kleber in Zürcher S-Bahnen. Nun tauchen diese auch in VBZ-Trams auf. Laut einem Leser eine gelungene Aktion.

von
ced
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«Da hat sich wohl jemand einen Spass erlaubt», schreibt Leser Gilbert über den Sticker im 11er-Tram.

«Da hat sich wohl jemand einen Spass erlaubt», schreibt Leser Gilbert über den Sticker im 11er-Tram.

Leser-Reporter
Mit offiziellen SBB-Piktogrammen, in deren Farbgebung und mit der richtigen Schrift: Bereits im Juni tauchten amüsante Anweisungs-Sticker in Zürcher S-Bahnen auf.

Mit offiziellen SBB-Piktogrammen, in deren Farbgebung und mit der richtigen Schrift: Bereits im Juni tauchten amüsante Anweisungs-Sticker in Zürcher S-Bahnen auf.

Leser-Reporter/Fabienne Leuenberger
Lernen auch Sie gern Leute kennen im Zug? Dann stellen Sie sich am besten vor dieses Schild, vielleicht hilft es Ihnen bei Ihrem Vorhaben.

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Leser-Reporter/Fabienne Leuenberger

Pendler Gilbert Mathieu (40) entdeckte am Montagmorgen im 11-er Tram einen vermeintlichen Kleber der SBB. Doch auf den zweiten Blick stellte sich heraus: Es war eine Scherz-Meldung , die im Design jenem der SBB-Hinweise täuschend ähnelt. In weisser Schrift auf blauem Grund vermeldet sie viersprachig: «Schauen Sie auf ihr Telefon und seien sie still. Danke.»

Laut Mathieu war es der einzige Sticker im Tram: «Ich finde die Idee ziemlich witzig.» Er glaube, die Nachricht wurde platziert, um zum Denken anzuregen. «Es ist wirklich ein Problem, dass heutzutage viele nur noch auf ihr Display schauen und sich nicht mehr unterhalten.»

«Haben keinen Detektiv engagiert»

Bereits im Juni berichtete 20 Minuten über ähnliche Kleber in SBB-Zügen. Dass diese nun auch in VBZ-Trams auftauchen, ist neu. «Bisher verzeichneten wir nur einen Fall», sagt VBZ-Sprecherin Daniela Tobler. «Solche Scherz-Meldungen wie auch andere Kleber und Schriftzüge, werden entfernt.» Wer hinter der Aktion stecke, sei nicht bekannt.

Im Juni vermutete die SBB, dass es sich bei den Klebern um Guerilla-Werbung handeln könnte. Die Verantwortlichen bleiben weiterhin im Dunkeln. Sprecher Reto Schärli: «Es ist aber auch nicht so, dass wir einen Detektiv engagiert haben, um der Sache auf den Grund zu gehen.»

Es käme oft vor, dass Kleber und Schriftzüge entfernt werden müssten. «Das gehört einfach dazu. Abgesehend davo hatten wir seit dem Frühsommer keine Beanstandungen mehr», so Schärli. Zudem seien die Kleber ja offensichtlich dazu da, Gespräche anzuregen, was im Pendler-Alltag sicherlich nicht schaden könne.

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