Marko Osmakcic verlässt TV-Show «Zadruga» nach vorgetäuschtem Tod seines Vaters

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«Ihm geht es bestens»Fake-Tod von Vater holt Bachelorette-Marko aus umstrittener TV-Show

Nach neun Monaten Reality-TV ist der 23-Jährige zurück bei seinen Liebsten. Dies aber nur, weil seine Familie eine skandalöse Lüge als einzigen Ausweg sah, denn sein Vater lebt! Nun erklärt er die Umstände.

von
Toni Rajic
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Immer wieder sorgte Marko Osmakcic in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen.

Immer wieder sorgte Marko Osmakcic in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen.

Instagram/markoosmakcic
Erste Bekanntheit erlangte er als Bachelorette-Kandidat aus der Staffel von Chanelle Wyrsch (XX).

Erste Bekanntheit erlangte er als Bachelorette-Kandidat aus der Staffel von Chanelle Wyrsch (XX).

CH Media
Während der letzten neun Monate war der 23-Jährige in der umstrittenen serbischen TV-Show «Zadruga» zu sehen.

Während der letzten neun Monate war der 23-Jährige in der umstrittenen serbischen TV-Show «Zadruga» zu sehen.

Youtube/Zadruga Official

Darum gehts

Während neun Monaten war der einstige Schweizer Bachelorette-Kandidat Marko Osmakcic in der serbischen TV-Show «Zadruga» – die ähnlich funktioniert wie «Big Brother» – von der Aussenwelt abgeschottet. In dieser Zeit sorgte er mit Ausrastern, Prügeleien, Beleidigungen und zuletzt mit einer Schwangerschaft seiner TV-Freundin für Negativ-Schlagzeilen. Jüngst konnte er die Sendung allerdings vorzeitig verlassen, da sein Vater laut Todesanzeige am 8. Juni 2022  «auf tragische Art» verstorben ist. Oder doch nicht?

Zahlreiche serbische Medien, darunter «pink.rs», berichten, dass das Ableben und eine entsprechende Beerdigung lediglich inszeniert gewesen seien. Der Zürcher habe den Berichten zufolge mit dem Vorgehen erzwingen wollen, dass seine TV-Freundin abtreibe. Auch habe die Familie damit versucht, eine Geldbusse zu umgehen. Gegenüber 20 Minuten bestätigt Marko nun, dass sein Vater tatsächlich noch am Leben ist – und spricht erstmals über die Hintergründe.

Kannst du eine solche Lüge nachvollziehen?

Das sagt Marko zu den Umständen

«Ja, ich bin inzwischen wieder daheim in der Schweiz und sehr dankbar dafür. Meinem Vater geht es Gott sei Dank bestens. Ich werde die kommenden Tage erstmal mit meinen Liebsten verbringen und die Zeit geniessen», so der Zürcher Reality-TV-Darsteller. Zur Todes-Lüge streitet er allerdings alles ab: «Ich war abgeschottet und habe von aussen nichts mitbekommen. Auch der Kontakt mit meiner Familie wurde auf das Minimum reduziert, weshalb wir uns für sowas nicht hätten absprechen können. Abgesehen davon würden wir damit nie scherzen!»

Eine genaue Erklärung für alles hat er nicht, doch er ist sich sicher: «Das hat die Produktion gefaked, um meinen Abgang zu rechtfertigen und gegen mich eine Hetzjagd zu starten. Ich habe mich geweigert, weiter mitzumachen und aufgehört, zu kooperieren. In der Sendung habe ich Fehler gemacht, die nicht zu entschuldigen sind. Aber es gibt immer zwei Seiten und meine werde ich schon bald mit der Öffentlichkeit teilen und den Lügen des Senders ein Ende setzen.»

Der Knebelvertrag

Der TV-Vertrag des Kandidaten, in den 20 Minuten Einsicht hatte, hält in der Tat fest, dass der Sender während Markos Teilnahme eine Vormundschaft über ihn verfügt. Demnach konnte der Kandidat offenbar nicht selber über sein Ausscheiden entscheiden. Ein frühzeitiges TV-Aus sieht eine Geldstrafe von 50’000 Euro vor. Ohne Busse die Show verlassen könne man laut Bestimmungen lediglich aufgrund von persönlichen Zwischenfällen, Krankheiten und Todesfällen. Doch wieso wollte der Kandidat die Show überhaupt so dringend verlassen?

Wie Marko berichtet, hätten frühere Versuche, ihn aus der Show zu holen, tieferliegende Beweggründe: «Ich war psychisch angeschlagen. Zu wenig Schlaf, die konstant grellen Studiolichter, der Lärmpegel und Hunger waren nur einige Faktoren, die mir zu schaffen gemacht haben. Doch weder die Produktion noch der Sender haben Verständnis für meine Verfassung gezeigt.» Auch habe man ihm keine Hilfe angeboten.

Der Sender wollte sich gegenüber 20 Minuten nicht zu den Vorfällen äussern und hat angekündigt, in den kommenden Tagen ein offizielles Statement abzugeben.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, eine psychische Erkrankung?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Verein Postpartale Depression, Tel. 044 720 25 55

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

VASK, regionale Vereine für Angehörige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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