Sozialhilfe: Fakten sind auf dem Tisch
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SozialhilfeFakten sind auf dem Tisch

Die meisten Sozialhilfebezüger seien Ausländer und zu faul, um zu arbeiten: Mit solch üblen Vorurteilen räumt der Bericht des Bernischen Regierungsrates zu den Sozialhilfekosten gründlich auf.

So hält er fest, dass fast ein Drittel der erwerbsfähigen Sozialhilfebezüger arbeitet. Und obwohl viele Ausländer mit tiefen Löhnen grosse Familien durchbringen müssen, sind die Schweizer mit 63 Prozent der knapp 50  000 Unterstützungsempfängern in der Mehrheit. Sowohl die Zahl der Bezüger wie auch die Nettokosten von 761 Franken pro Person blieben seit 2005 relativ stabil. Doch die Mehrheit des Grossen Rates verlangt nun, diesen Betrag den Lebenshaltungskosten anzupassen, die niedriger seien als in anderen Kantonen. Zudem hat das Parlament einen Vorstoss angenommen, der verwaltungsunabhängige Sozialinspektoren verlangt.

(mar)

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