Fall des «Kopfkissenmörders» wird untersucht
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Fall des «Kopfkissenmörders» wird untersucht

Im Fall eines geständigen Serienmörders im Dreiländereck bittet die französische Justiz nun Zeugen um Hilfe. Der 47-jährige mutmassliche «Kopfkissenmörder» hatte sich selbst getötet, nachdem er etwa 30 Morde an Frauen gestanden hatte.

«Jeder, der Informationen über Diebstähle in zeitlicher Nähe zu vermeintlich natürlichen Todesfällen hat, möge die Polizei in Mülhausen (Mulhouse) kontaktieren», sagte der zuständige Ermittlungsrichter am Montag in der südelsässischen Stadt.

Derzeit konzentrierten sich die Ermittlungen auf das Elsass. Die Polizei sucht zudem nach Komplizen des Mannes. Die Morde wollte der Mann zwischen 1989 und September 2006 in Frankreich, Deutschland und der Schweiz begangen haben.

Der Mann hatte gestanden, allein stehende ältere Frauen mit einem Kopfkissen erstickt zu haben, um einen natürlichen Tod vorzutäuschen. Kurz nach seinem Geständnis hat er sich allerdings geweigert, die Aussage zu unterschreiben. Dann erhängte er sich in einer Zelle im Gerichtsgebäude.

Die Polizei im deutschen Bundesland Baden-Württemberg gab an, sie habe keine Kenntnis von Fällen, die mit dem Tatmuster in Verbindung gebracht werden könnten. Dieselbe Antwort gaben die Behörden in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land und Jura.

Für die französische Staatsanwaltschaft gestalten sich die Ermittlungen äusserst schwierig, da es sich um natürlich wirkende Todesfälle gehandelt hat. Deshalb kann keine Liste möglicher Opfer erstellt werden.

(sda)

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