Aktualisiert 07.06.2006 05:07

«Fall Holenweger wird kein Flop»

Das Geldwäschereiverfahren gegen den Bankier Oskar Holenweger wird nach den Worten des ermittelnden eidgenössischen Untersuchungsrichters kein Flop.

Erich Roduner, der den Fall vor zwei Jahren von der Bundesanwaltschaft für die Voruntersuchung übernommen hatte, sagte in einem Interview des «Tages-Anzeigers», diese Aussage könne er auf Grund seiner bisherigen Erkenntnisse machen. Mehr wollte er aber zum Verlauf des Verfahrens nicht sagen. Roduner relativierte auch die kürzlich durch einen Verfahrensentscheid des Bundesstrafgerichts bekannt gewordene Aussage, wonach er den Fall bis Ende dieses Jahres abschliessen will. Er könne nichts garantieren, sagte der Untersuchungsrichter und fügte hinzu: «Es kann also durchaus auch noch länger dauern.» Nicht äussern wollte sich Roduner zu Spekulationen, wonach in dem Verfahren auch Korruptionsvorwürfe gegen den französischen Alstom-Konzern eine Rolle spielen. Er könne dies wegen des Amtsgeheimnisses weder bestätigen noch dementieren. Vom umstrittenen Einsatz des kolumbianischen Drogenhändlers Ramos bei den Vorermittlungen gegen Holenweger wusste Roduner nach eigenen Aussagen bisher nichts. Er will diese Angelegenheit, die im Zentrum der jüngsten Vorwürfe gegen Bundesanwalt Valentin Roschacher steht, nun klären. (dapd)

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