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Fall Madeleine: Alibi geplatzt

Das Alibi von Michaela W., der Freundin eines der ersten Verdächtigen im Fall der in Portugal verschwunden kleinen Madeleine, ist nicht wasserdicht.

Die Freundin des Briten Robert Murat soll gegenüber der Polizei behautptet haben, sie sei während der Tatnacht am 3. Mai 2007 bei einem Treffen der Zeugen Jehovas fünf Meilen vom Appartement von Madeleines Eltern entfernt gewesen.

Mitglieder der Zeugen Jehovas erzählen jedoch, dass Michaela W. seit einem Jahr nicht mehr an einem ihrer Treffen gesehen worden sei. Britische Medien berichten, sie sei von der Gemeinschaft ausgeschlossen worden, weil sie gegen die Gesetze der Bibel verstossen habe. Dies weil sie verheiratet sei, aber mit einem anderen Mann, Robert Murat, eine Beziehung habe.

Michaela W. war in Verdacht geraten, weil ein portugiesischer Lastwagenfahrer behauptet, sie am 5. Mai mit Madeleine gesehen zu haben.

Robert Murat soll nach dem mysteriösen Verschwinden der kleinen Madeleine gegenüber Reportern geäussert haben, er habe in England eine vierjährige Tochter, die Madeleine ähnlich sehe. Wegen dieser Aussage wurde Murat von der portugiesischen Polizei zwölf Stunden lang verhört und sein Haus wurde durchsucht. Weil jedoch keine ausreichenden Beweise gefunden wurden, liess ihn die Polizei wieder laufen.

Madeleine war Anfang Mai kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden, während sich ihre Eltern nach eigenen Angaben in einem nahegelegenen Restaurant mit Freunden trafen. Die Eltern standen zeitweise unter Verdacht, ihrer Tochter unabsichtlich eine tödliche Dosis Schlafmittel verabreicht und anschliessend die Leiche weggeschafft zu haben. Seit dem Verschwinden des kleinen Mädchens wurde sie angeblich in verschiedenen Ländern gesichtet, was sich jedoch immer als Fehlmeldung herausstellte.

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