Aktualisiert 06.09.2007 09:47

Fall Madeleine vor dem Durchbruch

Neue Hoffnung im Fall der verschwundenen Vierjährigen: Die Resultate der gefundenen Blutreste an der Wand des Ferienzimmers der Familie stehen fest und wurden den zuständigen Ermittlern überreicht. Nun wird mit Verhaftungen in den nächsten Tagen gerechnet.

Der potenzielle grosse Durchbruch im Fall Madeleine McCann sollte jetzt gelingen: Nachdem ein forensisches Labor in Birmingham über einen Monat lang die Blutproben analysierte, die im Zimmer der Ferienanlage an der Algarve genommen wurden, überreichten sie die Resultate der portugiesischen Polizei.

Diese Resultate, die von der britischen Presse als «signifikant» beschrieben werden, sollten zu Schlüsselverhaftungen führen.

Die Eltern wurden nicht informiert

Madeleines Vater zeigte sich «enttäuscht und frustriert» über die Tatsache, dass auch sie, als Eltern, diese Nachricht ebenfalls über die Presse erfahren hatten: «Als Eltern eines verschwundenen Kindes hätten sie erwartet, dass die Polizei sie über einschneidende Entwicklungen im Fall zuerst informiert», sagte McCanns Pressesprecherin Justine McGuiness gegenüber dem «Telegraph». «Die Polizei hat Gerry McCanns Handy-Nummer und weiss, dass sie ihn jederzeit erreichen kann. Aber er wurde nie angerufen, er hat alles auch über die Presse erfahren.»

Es ist nicht das erste Mal, dass die Beziehung zwischen Madeleines Eltern und der Polizei angespannt ist. Bereits am 11. August, als Madeleine 100 Tage verschollen war, sagte der portugiesische Chefermittler im Fall, Olegario Sousa, es sei anzunehmen, dass das Kind tot sei – ohne zuerst darüber mit den Eltern gesprochen zu haben.

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