Aktualisiert 13.11.2007 14:10

Fall Marco W.: Richter muss bleiben

Ein türkisches Gericht hat am Montag den Rücktritt des bisherigen Richters im Fall Marco W. abgelehnt.

Das teilte ein Anwalt des britischen Mädchens Charlotte, Omar Aycan, mit. Es gebe keine detaillierte Begründung, das Gericht habe das Gesuch von Abdullah Yildiz im Grunde abgelehnt, fügte er hinzu.

Yildiz wollte den Fall abgeben, nachdem die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gestellt hatte. Die Anwälte von Marco W. argumentierten, Yildiz habe eine Anfrage an britische Behörden so formuliert, dass der Eindruck entstehen könne, ihr Mandant sei schuldig.

Aycan hatte am Wochenende mitgeteilt, seine Mandantin habe sich mit einem Schlag gegen eine Vergewaltigung durch den 17-jährigen Schüler gewehrt. Seine Mandantin habe ausgesagt, sie habe geschlafen, sei aufgewacht und habe W. ins Gesicht geschlagen, als sie ihn auf sich gesehen habe. Marco W. sitzt in der Türkei in Haft und muss sich wegen sexueller Misshandlung vor Gericht verantworten. (dapd)

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