Wiederaufnahmegesuch: Fall Nicky H. kommt vors Bundesgericht
Aktualisiert

WiederaufnahmegesuchFall Nicky H. kommt vors Bundesgericht

Im Fall um den vor dem Aarauer Club Kettenbrücke totgeschlagenen Nicky H. hat der Anwalt des Täters Beschwerde beim Bundesgericht eingelegt.

Der Fall Nicky sorgte Schweizweit für Schlagzeilen.

Der Fall Nicky sorgte Schweizweit für Schlagzeilen.

Das Bundesgericht muss entscheiden, ob eine tödliche Schlägerei vor einer Aarauer Diskothek von 2007 neu aufgerollt wird. Ein für die Tat verurteilte Schweizer zieht den Entscheid des Aargauer Obergerichtes weiter. Das Gericht lehnte das Wiederaufnahmegesuch ab.

Ein Sprecherin der Anwaltskanzlei des wegen fahrlässiger Tötung Verurteilten bestätigte am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des Solothurner Senders Radio 32. Die Beschwerde an das Bundesgericht sei abgeschickt worden.

Im September hatte das Obergericht das Gesuch des heute 25- jährigen Schweizers abgelehnt, den Fall neu aufzurollen. Dem Gericht seien vom Verurteilten oder von seinem Anwalt keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel vorgebracht worden, begründete das Obergericht.

Freiheitsstrafe von fünf Jahren

Bei einer Schlägerei vor einer Diskothek in Aarau im Juli 2007 hatte der Verurteilte einem Mann einen Faustschlag versetzt. Das Opfer erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, sank bewusstlos zusammen und fiel ins Koma. Zwei Monate später starb der 19-Jährige im Spital.

Er erlag einem Sauerstoffmangel in der Folge des Faustschlages, wie ein medizinisches Gutachten befand. Der Schlägerei war eine Rempelei im Innern des Gebäudes vorangegangen.

Das Bezirksgericht Aarau hatte den Schweizer 2009 zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Das Obergericht reduzierte das Strafmass um ein Jahr. Im April 2011 bestätigte das Bundesgericht die vom Obergericht verhängte Freiheitsstrafe von vier Jahren. (sda)

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