Fall Seebach: Opfer immer noch nicht vernehmungsfähig
Aktualisiert

Fall Seebach: Opfer immer noch nicht vernehmungsfähig

Im Vergewaltigungsfall von Zürich-Seebach sind vier Angeschuldigte aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das vergewaltigte 13-jährige Mädchen kann immer noch nicht befragt werden.

Während das Opfer auf Grund ihres psychischen Zustands bis auf Weiteres immer noch nicht einvernahmefähig ist, kommen vier der Jugendlichen auf freien Fuss. Eine Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft sei nach jugendstrafrechtlichen Grundsätzen nicht mehr in allen Fällen verhältnismässig, heisst es weiter. Deshalb seien weitere Entlassungen in den nächsten Tagen möglich, wie die Zürcher Jugendanwaltschaft am Mittwoch bekannt gab.

Rayonverbot: Täter dürfen sich Tatort und Opfer nicht mehr nähern

Die Entlassenen wurden ausserhalb von Zürich in geeigneten Plätzen untergebracht. Für sie wurde ein Rayonverbot und ein Kontaktverbot zum Opfer erlassen. Neu befinden sich noch sechs Jugendliche und ein Erwachsener in U-Haft. Drei der Jugendlichen dürften in den nächsten Tagen ebenfalls auf freien Fuss kommen, wie Hansueli Gürber, Sprecher der Zürcher Jugendanwaltschaft, auf Anfrage präzisierte. Die drei letzten der insgesamt 13 Jugendlichen bleiben sicher bis am 21. Dezember in U-Haft, wie Gürber sagte. Zum Verlauf der Strafuntersuchung machte er keine Angaben.

Weitere Abklärungen im Fall des zweiten Opfers

Zum Fall eines zweiten, 15-jährigen Mädchens, das im letzten Jahr im gleichen Schulhaus von Jugendlichen sexuell missbraucht worden sein soll, sind laut Jugendanwaltschaft bis auf weiteres noch drei Jugendliche in Haft. Dabei gebe es jedoch Überschneidungen mit der anderen Gruppe Jugendlicher. Die Angeschuldigten bleiben weiter in Untersuchungshaft. (dapd)

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