Aktualisiert 27.09.2004 13:10

Fall Sogevalor: Alle Verdächtigen auf freiem Fuss

Der Direktor und der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Luganeser Vermögensverwaltungsfirma Sogevalor sind am vergangenen Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Damit sind alle vier Mitte August wegen Verdachts auf Vermögensdelikte Verhafteten provisorisch wieder auf freiem Fuss, wie die Tessiner Staatsanwaltschaft am Montag zu Medienberichten bestätigte. Die vier Sogevalor-Vertreter waren nach Verhören durch die Tessiner Staatsanwältin Maria Galliani wegen ungetreuer Geschäftsführung, Unterschlagung, eventuell Betrug, sowie Urkundenfälschung und -unterdrückung in Untersuchungshaft genommen worden. Im Visier der Justiz sind ein im Raum Lugano ansässiger 56-jähriger Deutschschweizer, ein 60-jähriger Tessiner Anwalt, ein ebenfalls im Tessin wohnhafter 47-jähriger Italiener und dessen 50-jähriger Bruder. Der angebliche Hauptverdächtige, ein 52-jähriger Tessiner ist flüchtig. Nach Erkenntnissen der Tessiner Staatsanwaltschaft hat die Sogevalor SA in den vergangenen Jahren einen Verlust von mehreren Dutzend Millionen Dollar zum Schaden von Kundenkonti erwirtschaftet. Die Tessiner Justiz war von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) eingeschaltet worden, nachdem die EBK der Sogevalor die Effektenhändlerlizenz mit sofortiger Wirkung entzogen und den Konkurs über die Firma eröffnet hatte. (dapd)

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