22.11.2019 16:37

Jedi-Game«Fallen Order» versöhnt «Star Wars»-Fans

Unter den «Star Wars»-Games gibt es so manchen Flop. «Fallen Order» gehört nicht dazu. Das musst du über das neue Spiel wissen.

von
est

Authentisch: «Star Wars Jedi: Fallen Order». (Video: EA)

Die Ausgangslage

Publisher EA hat bislang im «Star Wars»-Universum vor allem mit «Battlefront» und «Battlefront II» für Furore gesorgt – allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne. Die beiden Multiplayer waren gespickt mit Lootboxen und Mikrotransaktionen. Das sorgte in der Fanszene für jede Menge böses Blut, was EA nun offenbar zur Einsicht gebracht hat: Im storybasierten Abenteuer «Star Wars Jedi: Fallen Order» (für PC und Konsolen, erschienen) scheint man aus den Fehlern gelernt zu haben und verzichtet zum grössten Teil auf diese Art von Abzocke.

Der Inhalt

«Star Wars Jedi: Fallen Order» handelt von einem jungen Padawan namens Cal Kestis, der fünf Jahre nach den Ereignissen in «Episode III – Revenge of the Sith» vor dem Imperium auf der Flucht ist. Als Spieler schlüpft man in die Rolle von Cal, der auf dem Schrottplaneten Bracca im Exil lebt. Als er eines Tages die Macht nutzt, um einem Freund aus der Klemme zu helfen, wird das Imperium auf ihn aufmerksam. Cal wird in letzter Sekunde von Anhängern der Rebellion gerettet. In der Folge macht er sich auf, den Jedi-Orden wieder aufzubauen. Ihm zur Seite stehen der Droide BD-1 sowie weitere Charaktere. Darunter auch bekannte Figuren wie Saw Gerrera (Schauspieler Forest Whitaker) aus «Star Wars: Rogue One».

Grafik und Sound

«Star Wars: The Rise of Skywalker»

Special Look Clip von der D23.
(Video: Disney )

Entwickler Respawn Entertainment nutzt beim neuen Game die Unreal Engine 4 mit DirecX 11 statt wie bisher die Frostbite-Engine. Das merkt man: Der Look des Spiels ist über weite Strecken grossartig, «Fallen Order» fängt die Atmosphäre von «Star Wars» visuell absolut packend, detailliert und sehr authentisch ein. Toll auch das Sound-Design: Selten hat ein Lightsaber so eindrücklich gezischt, dazu punktet das Game mit vielen originellen Soundideen und Effekten.

Das Gameplay

In diesem Spiel ist vor allem Blocken, Parieren und Ausweichen angesagt. Schliesslich ist «Fallen Oder» kein «Call of Duty»-Shooter. In Third-Person-Ansicht reist man auf diversen Planeten des «Star Wars»-Universums herum. Das Kampfsystem ist dabei nicht sonderlich komplex, aber durchaus schwierig zu meistern. In Kämpfen führt Draufhauen nicht zum Erfolg, denn auch ein Lichtschwert ist kein Wundermittel. Cal muss immer wieder die Macht einsetzen. So kann er etwa die Zeit für seine Gegner verlangsamen oder sie mit Druckwellen von sich wegschleudern. Dazu wirkt das richtige Timing beim Blocken Wunder. Der richtige Block zur richtigen Zeit ermöglicht einen tödlichen Konterschlag, der in coolen Action-Sequenzen angezeigt wird. Stellenweise ähnelt das Gameplay einer gelungenen Mischung aus den «Uncharted»- und «Dark Souls»-Serien.

Fazit

Alles in allem ist «Jedi Fallen Order» ein stimmungsvolles Spiel mit toller Grafik und grossartigem Sound. Die Atmosphäre ist durch und durch «Star Wars» und wird selbst kritische Fans begeistern. Der coole Mix aus Shooter-Action, Metroidvania (ein Kofferwort aus den Videospielen «Metroid» und «Castlevania») und RPG überzeugt – weshalb man auch ein Auge zudrückt, wenn nicht jeder Dialog reine Poesie ist und die Ladezeiten manchmal etwas nerven. Die Macht mit diesem Spiel aber sonst durchaus ist.

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