Fallengelassenes Baby weiterhin in Lebensgefahr
Aktualisiert

Fallengelassenes Baby weiterhin in Lebensgefahr

Das Baby, das am Montag bei einer Rettungsaktion in Oberhofen (BE) von einem Feuerwehrmann fallen gelassen worden war, schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Gegen den Feuerwehrmann läuft ein polizeiliches Ermittlungverfahren.

Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens wird entschieden, ob ein Strafverfahren eröffnet wird oder nicht, wie Hans-Peter Zürcher, Geschäftsleiter des Untersuchungsrichteramtes Berner Oberland, am Dienstag auf Anfrage sagte.

«Wir stehen am Anfang der Untersuchung eines fürchterlichen Ereignisses», so Zürcher. Das Verfahren müsse vorsichtig an die Hand genommen werden und brauche Zeit. Die Eltern des verletzten Kindes sowie der betroffene Feuerwehrmann werden weiter von der Notfallseelsorge und der Flüchtlingshilfe betreut.

Die Feuerwehr war dabei, eine kirgisische Asylbewerberfamilie wegen eines Wohnungsbrandes aus dem dritten Stock eines alten Gebäudes über eine Leiter zu retten. Ein Feuerwehrmann liess bei der Rettungsaktion eine Baby-Tragtasche aus rund acht Metern auf den Boden fallen. Wegen eines Missverständnisses war ihm nicht bewusst, dass sich darin ein Kleinkind befand.

Zur betroffenen Familie gehören einmonatige Zwillinge. Das eine Baby sowie die Eltern wurde über die Leiter gerettet. Das zweite Kind befand sich in der Baby-Tragtasche.

(sda)

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