Mysteriöse Blondine: Falsche Gorbatschow: Spur führt nach Appenzell
Aktualisiert

Mysteriöse BlondineFalsche Gorbatschow: Spur führt nach Appenzell

Aikaterina Kechagia (24) gab sich als Tochter von Michail Gorbatschow aus. Jetzt ist die Frau, die auch mit einem Appenzeller zusammenarbeitete, verschwunden.

Blonde Haare, knallrot geschminkte Lippen, grüne Augen: So wird Aikaterina Kechagia beschrieben. 2004 hat sie mehrere Monate für einen Mann aus Appenzell gearbeitet, der anonym bleiben will. «Sie erzählte, sie komme aus Griechenland», wird ihr damaliger Arbeitgeber von Spiegel online zitiert. Er vermute allerdings, dass Kechagia in Wahrheit aus Rumänien komme.

Fakt ist, dass sie 2007 in Uster ZH wieder in Erscheinung trat. Dort gründete sie mit einem Unternehmer eine Firma für Sicherheitsartikel. Von seinen 16 000 investierten Franken sah der Zürcher Unternehmer nichts mehr.

Im selben Jahr reiste Kechagia unter dem Siegel der von Michail Gorbatschow gegründeten Umweltschutzorganisation Green Cross nach Monaco. Dort gab sie sich als Tochter des ehemaligen sowjetischen Staats- und Parteichefs aus. Unter dem Vorwand, sie wolle einen monegassischen Green-Cross-Ableger gründen, traf sie am 18. September Fürst Albert II. von Monaco. Geblendet vom beredten Auftreten der Betrügerin sicherte Albert ihr seine Unterstützung zu. Im April 2008 flog dann der Betrug auf und Kechagia wurde ausgewiesen. Seither ist die mysteriöse Blondine verschwunden.

upz/tob

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