«Falsche Polizisten» ergaunern im Kanton St. Gallen über 200’000 Franken 
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St. Gallen«Falsche Polizisten» ergaunern über 200’000 Franken

Die Kantonspolizei St. Gallen warnt vor falschen Polizisten. Alleine seit Mitte Jahr wurden 420 Betrugsversuche gemeldet.

von
Leo Butie
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Die Kapo St. Gallen warnt vor der Masche «Falscher Polizist».

Die Kapo St. Gallen warnt vor der Masche «Falscher Polizist».

Kantonspolizei St. Gallen
Seit Mitte Jahr seien bereits 420 Meldungen über Betrugsversuche eingegangen. Geschädigten wurden Schmuck und Bargeld im Wert von über 200’000 Franken entwendet.

Seit Mitte Jahr seien bereits 420 Meldungen über Betrugsversuche eingegangen. Geschädigten wurden Schmuck und Bargeld im Wert von über 200’000 Franken entwendet.

Kantonspolizei St. Gallen
«Die Polizei verlangt von Ihnen niemals Geld, Schmuck oder andere Gegenstände zur Aufbewahrung», schreibt die Kantonspolizei St. Gallen. Verdächtige Anrufe seien umgehend der Polizei zu melden.

«Die Polizei verlangt von Ihnen niemals Geld, Schmuck oder andere Gegenstände zur Aufbewahrung», schreibt die Kantonspolizei St. Gallen. Verdächtige Anrufe seien umgehend der Polizei zu melden.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Die Kantonspolizei St. Gallen warnt vor der Masche «Falscher Polizist».

  • Seit Mitte Jahr seien über 420 Betrugsversuche gemeldet worden.

  • Geschädigten wurden Schmuck und Bargeld im Wert von über 200’000 Franken entwendet.

  • Die Polizei mahnt zur Vorsicht und gibt mehrere Tipps.

Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen bricht eine Welle von Betrugsversuchen mit der Masche «Falscher Polizist» über den Kanton St. Gallen her. Trotz mehrfacher medialer Verbreitung und Warnung der Betrügereien gelingt es den falschen und hochdeutsch sprechenden Frauen und Männern immer wieder, ihre Opfer zu Geldübergaben zu bewegen. Die Kantonspolizei hofft mit dieser eindringlichen Warnung nochmals auf dieses Phänomen aufmerksam zu machen.

Seit Mitte Jahr wurden der Kantonspolizei St. Gallen über 420 Betrugsversuche gemeldet. Fünfmal war die Täterschaft erfolgreich. Durch die Geschädigten wurde ihnen Schmuck und Bargeld von über 200’000 Franken übergeben. Die Kantonspolizei St. Gallen geht von einer Dunkelziffer aus. Sie motiviert Geschädigte, welche Geld übergeben haben, dies unbedingt ebenfalls der Polizei zu melden. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Die ausländische Täterschaft ist international und national aktiv. Trotzdem gelang es im Sommer, einige Personen festzunehmen.

Falscher Polizist auf frischer Tat ertappt.

So wurde ein Mann als «Falscher Polizist» ertappt, als ein 86-jähriger Rentner einen Anruf von einem unbekannten Täter erhielt, der sich als Polizist ausgab. Er forderte den Mann auf, sein Bargeld, Schmuck und weitere Gegenstände an die Polizei auszuhändigen.

Der Rentner meldete den Betrugsversuch sofort der Polizei. Am selben Abend konnte die Polizei einen Mann verhaften, der zur Liegenschaft des Rentners gekommen war, um die Wertgegenstände zu holen. Beim Festgenommenen handelte es sich um einen 30-jährigen Slowaken.

Die Kantonspolizei St. Gallen rät:

  • Seien Sie skeptisch, wenn sich eine hochdeutsch sprechende Frau oder ein Mann als Polizist ausgibt. Die Schweizer Polizisten sprechen alle Mundart.

  • Die Polizei verlangt von Ihnen niemals Geld, Schmuck oder andere Gegenstände zur Aufbewahrung.

  • Melden Sie einen verdächtigen Anruf über die Rufnummer 117.

  • Machen Sie einem fremden Anrufer gegenüber keine Angaben über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.

  • Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Bargeld und Wertsachen.

  • Warnen Sie Bekannte und Verwandte.

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