St. Gallen – Falsche Polizistin betrügt 68-Jährige um 22’000 Franken
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St. GallenFalsche Polizistin betrügt 68-Jährige um 22’000 Franken

Am Donnerstag kurz vor 16 Uhr hat sich eine Betrügerin bei einer Frau (68) als Polizistin ausgegeben. Die 68-Jährige wurde aufgefordert, ihr Geld von der Bank zu holen und es zu deponieren. Die Kantonspolizei warnt vor solchen Betrugsversuchen.

von
Shila Ochsner
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Eine Unbekannte hat sich am Telefon als Polizistin ausgegeben und eine 68-jährige Frau aufgefordert, ihr Geld auf der Bank abzuheben und dies zu deponieren. (Symbolbild)

Eine Unbekannte hat sich am Telefon als Polizistin ausgegeben und eine 68-jährige Frau aufgefordert, ihr Geld auf der Bank abzuheben und dies zu deponieren. (Symbolbild)

Kantonspolizei St. Gallen
Die Frau kam der Forderung nach und deponierte 22’000 Franken. Kurze Zeit später war das Geld verschwunden. 

Die Frau kam der Forderung nach und deponierte 22’000 Franken. Kurze Zeit später war das Geld verschwunden.

20min/Matthias Spicher
Die Kantonspolizei warnt vor solchen Betrugsversuchen und rät, das Geld auf der Bank zu lassen und sich bei Zweifelsfällen bei 117 zu melden. 

Die Kantonspolizei warnt vor solchen Betrugsversuchen und rät, das Geld auf der Bank zu lassen und sich bei Zweifelsfällen bei 117 zu melden.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Eine Betrügerin fordert am Donnerstag eine 68-Jährige auf, ihr Geld von der Bank abzuheben und dies zu deponieren.

  • Dabei handelt es sich um eine Masche bei der sich die Betrügerin als falsche Polizistin ausgegeben hat.

  • Die Unbekannte erbeutete 22’000 Franken.

  • Die Kantonspolizei warnt vor Betrugsversuchen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Betrügerinnen in St. Gallen als falsche Polizistinnen ausgeben. Bei dem Fall vom 4. November forderten Unbekannte eine 72-jährige Frau auf, mehrere Zehntausend Franken Bargeld unter ihrem Auto zu deponieren. Auf die gleiche Masche ist am Donnerstag kurz vor 16 Uhr eine 68-Jährige reingefallen.

Eine Betrügerin hatte die St. Gallerin telefonisch kontaktiert und sich als Polizistin ausgegeben. Die Unbekannte gab ihr an, ähnlich wie beim Fall der 72-Jährigen, dass gerade zwei Männer verhaftet worden seien, die sich in Bankkonten gehackt hätten. Weiter sagte sie der Frau, dass die Polizei den restlichen Tätern nun das Handwerk legen möchte und sie deshalb ihre Hilfe benötigen würde. Die 68-Jährige wurde aufgefordert, ihr Geld von der Bank abzuheben und dieses an einem bestimmten Ort zu deponieren, um den angeblichen Tätern eine Falle zu stellen.

Gleiche Masche

Die 68-Jährige tat wie ihr gesagt wurde, und kurze Zeit später waren die 22’000 Franken verschwunden. Nach Rücksprache mit ihren Angehörigen schaltete die Frau dann die «richtige» Polizei ein. Markus Rutz, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen bestätigt, dass es sich bei den beiden Fällen um die gleiche Masche handelt: «Wir wissen nicht, ob es dieselbe Täterschaft war, doch es wird in Betracht gezogen», sagt er. Spezialisten der Kantonspolizei haben die Ermittlungen gegen die Betrügerin aufgenommen.

Die Kantonspolizei warnt in solchen Fällen folgende Punkte zu beachten:

Es gilt zu beachten:

  • Die Polizei bewahrt niemals Wertgegenstände wie Bargeld und/oder Schmuck für Privatpersonen auf.

  • Das Geld ist auf der Bank am sichersten aufbewahrt.

  • Geld niemals an unbekannte Personen übergeben.

  • Bargeld niemals deponieren, auch wenn dazu aufgefordert wird.

  • In Zweifelsfällen ungeniert bei 117 nachfragen.

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