Aktualisiert 25.05.2010 11:16

Entführte Bankiersfrau

Falsche Spur im Fall Bögerl

Die entführte Bankiersfrau Maria Bögerl bleibt verschollen: Ein erfolgversprechender Hinweis aus Neresheim hat sich als falsche Spur herausgestellt.

Bei der Polizei sind mittlerweile mehr als 1660 Hinweise eingegangen - eine heisse Spur war aber weiterhin nicht dabei. (Bild: EPA/Stefan Puchner)

Bei der Polizei sind mittlerweile mehr als 1660 Hinweise eingegangen - eine heisse Spur war aber weiterhin nicht dabei. (Bild: EPA/Stefan Puchner)

Nachdem Spaziergänger Klopfgeräusche im Wald nordöstlich von Neresheim gehört hatten, startete die Polizei am Montagabend eine neue Suchaktion - allerdings ohne Ergebnis, wie ein Polizeisprecher am Dienstag auf DAPD-Anfrage mitteilte.

«Es gibt derzeit keine Erkenntnisse, die auf den möglichen Verbleib der Entführten hindeuten», fügte der Sprecher hinzu. Die Sonderkommission «Flagge» mit 80 Beamten habe mittlerweile zwar mehr als 1660 Hinweise erhalten. Eine heisse Spur sei aber weiterhin nicht dabei. Einige erfolgversprechende Spuren zum Aufenthaltsort der Entführten erwiesen sich als nicht tatrelevant.

Seit 13 Tagen verschollen

Ein Täter, der am Mittwoch, 12. Mai, um 11.20 Uhr beim Sparkassenchef anrief, forderte nach Medienberichten ein Lösegeld von 300 000 Euro. Die Familie deponierte das Geld in einem schwarzen Müllsack wie gefordert an der Autobahn 7 und markierte die Stelle mit einer Deutschland-Flagge. Das Geld wurde aber nicht abgeholt.

Für Hinweise, die zum Auffinden der 54-Jährigen führen, ist eine Belohnung von 100 000 Euro ausgesetzt. Am Samstag hatten rund 150 Beschäftigte der Sparkasse sowie des Lions Clubs am Kloster Neresheim und an der A 7 noch einmal Fahndungsaufrufe verteilt.

Die Hinweistelefone bei der Soko «Flagge» mit den Rufnummern 07321 322-500 und -501 sowie das vertrauliche Telefon mit der Nummer 07321 2770406 ist nach wie vor geschaltet. (dapd)

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