Falsche Zauberer lassen 80 000 Franken verschwinden

Aktualisiert

Falsche Zauberer lassen 80 000 Franken verschwinden

Ein Zürcher Geschäftsmann ist zwei Betrügern auf den Leim gegangen, die ihm versprachen, mit einem Zauber schwarzes Papier in Geld zu verwandeln. Auf raffinierte Weise wurde der leichtsinnige Händler um knapp 80 000 Franken betrogen.

Laut Zürcher Stadtpolizei hatte der Geschäftsmann die beiden unbekannten Schwarzafrikaner Mitte Januar getroffen. Sie interessierten sich für Fahrzeuge und andere Handelswaren im Wert von knapp 80 000 Franken. Einen Tag später trafen sich die drei wieder, um die Zahlungsmodalitäten zu regeln. Einer der beiden Unbekannten demonstrierte dem Mann, wie er ein schwarzes Stück Papier zwischen zwei Tausendernoten legte, eine geheimnisvolle Chemikalie verwendete und so das wertlose Papier in einen echten Tausendfrankenschein verwandelte. Der 50-jährige Geschäftsmann liess die Note auf einer Bank prüfen. Die Echtheit überzeugte ihn, und er übergab den beiden Männern 79 000 Franken zur Verdoppelung, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Im Geschäft des Händlers führten die beiden dann am vergangenen Freitag wieder ihre Prozedur durch. Sie packten alles in einen Plastiksack, sprachen einen Zauber und erklärten dem Schweizer, er dürfe das Paket frühestens in zehn Stunden öffnen. Nach einer Stunde schöpfte dieser Verdacht und öffnete vorsichtig das Paket. Dann stellte er fest, dass das schwarze Papier immer noch schwarzes Papier war und dass es sich bei den Tausendernoten zwischen den Papierstreifen um schlechte Farbkopien handelte. Die beiden Betrüger hatten offenbar während der Zeremonie das echte Geld an sich genommen und durch Kopien ersetzt. (dapd)

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