Falscher Arzt schlich sich bei Air Glaciers ein
Aktualisiert

Falscher Arzt schlich sich bei Air Glaciers ein

Bei der Air Glaciers war ein falscher Arzt im Einsatz. Zuvor hatte der Mann bereits am Inselspital als «Assistenzarzt» im Rettungsdienst gearbeitet.

Wie der «Blick» in seiner heutigen Ausgabe berichtet, ging Air-Glaciers einem falschen Arzt auf den Leim. Seit Anfang Dezember 2005 war der Mann während zweier Monate für die Rettungsabteilung der Air Glaciers tätig und verdiente nicht schlecht: 500-600 Franken gabs für einen 24-Stunden-Einsatz.

Offenbar war der Arzt auch bei derjenigen Rettung im Einsatz, in deren Verlauf die Ski-Partnerin von Alt-Bundesrat Ogi nach einem schweren Sturz verstarb.

Aufgeflogen war der falsche Doktor nach dem Zeitungsbericht, weil Arbeitskollegen der unsichere Umgang mit medizinischem Gerät auffiel. Ausserdem habe er sich in Fachgesprächen ausweichend verhalten.

Wie der «Blick» schreibt, war dem Betrüger zuvor bereits das Spital in Interlaken zum Opfer gefallen: Dort bewarb sich der rund 30-Jährige als Rettungssanitäter. Als «Assistenzarzt», der dazulernen wolle, natürlich ein willkommener Arbeitnehmer.

Nach Angaben des Spitals Interlaken war der falsche Arzt aber jeweils nicht als leitender Arzt eingesetzt. Dort flog er auf, als das Spital sein Arzt-Diplom sehen wollte - worauf der Mann spurlos verschwand.

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