Aktualisiert 21.11.2016 17:06

Stadt ZürichFalscher Polizist drohte mit Soft-Air-Gun

Ein Mann gab sich als Polizist aus und bedrohte im Kreis 11 einen Jugendlichen mit gezückter Pistole. Es stellte sich heraus, dass er kein echter Polizist war und die Waffe eine Attrappe.

Neben Schreckschusspistolen und Soft- Air-Guns unterstehen seit Dezember 2008 auch Imitationswaffen dem neuen Waffengesetz.

Neben Schreckschusspistolen und Soft- Air-Guns unterstehen seit Dezember 2008 auch Imitationswaffen dem neuen Waffengesetz.

Keystone/urs Jaudas

Mehrere Jugendliche alarmierten in der Nacht auf Sonntag kurz nach 23.30 Uhr eine Streifenwagenpatrouille, weil einer von ihnen in einem Parkhaus in Zürich-Nord von einem Unbekannten, der sich als Polizist ausgab, mit einer Faustfeuerwaffe bedroht worden war.

Die Beamten durchsuchten das Parkhaus und entdeckten einen Mann, der eine Waffe in der Hand hielt. Aufgrund der gefährlichen Situation zogen sie ihre Dienstwaffen und forderten den Unbekannten auf, seine Pistole auf den Boden zu legen.

«Folgenschwere Reaktionen»

Der Mann kam der Anweisung sofort nach. Als ihn die Polizisten dann kontrollierten, fanden sie bei ihm eine sogenannte Soft-Air-Gun, wie die Stadtpolizei am Montag mitteilte. Weshalb der 32-jährige Schweizer den Jugendlichen bedroht und sich als Polizist ausgegeben hatte, wird nun durch Detektive der Stadtpolizei abgeklärt.

Die Stadtpolizei weist darauf hin, dass das Tragen solcher Imitationswaffen verboten ist. Wenn Soft-Air-Guns in der Öffentlichkeit benutzt werden, auch wenn es nur in spielerischer Absicht geschieht, könne dies unter Umständen «folgenschwere Reaktionen» auslösen.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, können Attrappen meist nicht sofort von echten Waffen unterschieden werden und stellen deshalb eine erhebliche Gefahr sowohl für den Träger und als auch für das Gegenüber dar. (sda)

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