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Falsches Prinzenpaar prellt Hochzeitsgäste

Zwei japanische Eheleute haben sich als Prinzenpärchen ausgegeben und bei einer getürkten Hochzeit dick abgesahnt. Monarchiegläubige schickten den beiden angemessene Hochzeitsgeschenke.

Der 44-Jährige Ehemann hatte sich als «Prinz Satohito» ausgegeben und 2003 zu einer glamourösen Hochzeitsfeier eingeladen.

Die 61 ausgewählten Gäste überreichten ihm und seiner drei Jahre älteren Frau Geschenke im Wert von 2,94 Millionen Yen (rund 31 000 Franken). Der Vorsitzende Richter Takaaki Oshima sprach bei der Urteilsverkündung von einem «boshaften» Verhalten.

Die Angeklagten hätten sich an Menschen, die die Kaiserfamilie bewunderten, bereichert. Die Eheleute, die ihre Unschuld beteuerten, müssen für zwei Jahre und zwei Monate hinter Gitter.

Der Mann hatte angegeben, er habe einem Mitglied der Kaiserfamilie geglaubt, der ihn als lange vermissten Sohn bezeichnet und gesagt habe, er solle sich Prinz Satohito nennen. Die Frau gab an, sie habe ihrem Partner geglaubt. Der Richter bezeichnete ihre Aussagen als «unbegründet und konstruiert».

(sda)

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