Oensingen SO: Falschmeldung über Geiselnahme mit Toten löst Polizei-Grosseinsatz aus
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Oensingen SOFalschmeldung über Geiselnahme mit Toten löst Polizei-Grosseinsatz aus

Wegen einer angeblichen Freiheitsberaubung rückte die Kantonspolizei Solothurn am Mittwochmorgen nach Oensingen aus. Die Meldung stellte sich jedoch als unbegründet heraus, und die Polizeiaktion wurde beendet.

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La Roche, 6. Juni: Bei einem Selbstunfall wurden die beiden Insassen schwer verletzt.

La Roche, 6. Juni: Bei einem Selbstunfall wurden die beiden Insassen schwer verletzt.

Kapo FR
Murten, 30. Mai: Ein betrunkener Lenker verursachte bei seinem Unfall einen Scheunenbrand.

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Kapo FR
Lugnorre FR, 27. Mai: Ein 22-jähriger Autofahrer wurde mit doppelter Geschwindigkeit geblitzt. Sein Führerausweis wurde ihm abgenommen.

Lugnorre FR, 27. Mai: Ein 22-jähriger Autofahrer wurde mit doppelter Geschwindigkeit geblitzt. Sein Führerausweis wurde ihm abgenommen.

Kapo Freiburg

Ein Leser meldete 20 Minuten am Mittwochmorgen, dass in Richtung Balsthal SO mehrere Polizeiautos und Krankenwagen unterwegs seien. Er ging davon aus, dass «etwas Erhebliches» passiert sein muss. Glücklicherweise hat er sich geirrt: Wie die Solothurner Kantonspolizei am Nachmittag mitteilte, löste eine Falschmeldung das Grossaufgebot aus.

Was war passiert? Gegen 6.30 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass es in einem Gebäude im Bereich der Landi in Oensingen SO zu einer Freiheitsberaubung gekommen sei: Der Mann behauptete, dass dort Menschen gegen ihren Willen festgehalten würden. «Zudem war von mehreren toten Personen die Rede», schreibt die Kapo.

Sondereinheit und Fahndungsdienste

In der Folge rückten mehrere Dutzend Einsatzkräfte aus, unter anderem die Sondereinheit Falk sowie Fahndungs- und Ermittlungsdienste, wie Kapo-Sprecher Bruno Gribi auf Anfrage sagte. Sie durchsuchten das Gebäude, konnten jedoch keine Hinweise auf eine Straftat finden.

Abklärungen ergaben, dass die Meldung von einem Mann, der sich derzeit zur Behandlung in einem Spital befindet, abgesetzt worden war. Aus welchem Grund er dies getan hatte, war zunächst unklar. Durch Falschmeldungen ausgelöste Grosseinsätze kämen glücklicherweise «sehr selten» vor, sagt Gribi.

Bist du oder jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

(sul)

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